„Hochtour“ auf 1.316 m

Bergsteigen in Ushuaia … eine neue Erfahrung. Unsere erste Bergtour führte uns auf den 973 m hohen Cerro Guanaco. Der schöne Weg verläuft zunächst am Lago Roca entlang.

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Der erste Teil des Anstieges erfolgt durch einen sogenannten kalten Regenwald später weiter durch ein Hochmoor mit ordentlich Matsch und Schlamm. Die letzten Höhenmeter geht es überhalb der Waldgrenze auf gut gehbarem Schotter zum aussichtsreichen Gipfel. Leider blieb uns die erwartete Aussicht auf den Beaglekanal verwehrt. Wie so oft waren die Gipfel wolkenverhangen. Dazu kam ein heftiger Wind und Graupelschauer und das im Sommer auf gerade mal 900 m.

Unsere nächste Bergtour führte uns auf den 1.316 m hohen Cerro Martial. Von Wanderung kann hier keine Rede mehr sein. Bereits auf etwa 800 m heißt es Steigeisen anziehen und anseilen.

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Ab jetzt geht es ca. 400 Höhenmeter zum Teil steil bergauf über den Gletscher bis zum Sattel. Die Spur müssen wir selber legen. Markierungen, angelegte Steige oder gar Sicherungen? Fehlanzeige! Den Weg zum Gipfel müssen wir uns ebenfalls selber suchen. Nach einigen Querungen auf abschüssigem Schottergelände, Klettereien (I – II) über brüchigen Fels, über Köpfe und Grate erreichen wir schließlich den Gipfel. Die Aussicht ist grandios.

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Kein Gipfel höher als 1.500 m

Auf Ushuaia, den Beagle Kanal, zahlreiche andere Berge, Gletscher und über den Nationalpark Tierra del Fuego. Zurück geht es auf dem Aufstiegsweg, den wir uns vorsichtshalber mit Stoamandl und diversen anderen Zeichen markiert hatten.

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Kaum zu glauben wie anspruchsvoll ein etwa 1.300 m hoher Berg sein kann – eine Höhe, auf der in den Alpen noch Almen bewirtschaftet werden.