Faszination Wüste

Wir sind unterwegs in der Atacama-Wüste, die als die trockenste Wüste der Welt gilt. Insgesamt erstreckt sie sich über eine Länge von rund 1200 Kilometern. Unterschiedlichste Landschaftsformen, Farben, Gestein, Sand, Vulkane und vieles mehr erwarten uns.

Wir kommen über den Paso Sico zurück in die Atacama in die Gegend um San Pedro de Atacama, der Bereich der allgemein unter der Atacama-Wüste bekannt ist. Unsere erste Nacht verbringen wir am Salar de Aquas Calientes etwas versteckt zwischen den Felsen.

Laguna Aguas Calientes

Auf dem Weg nach San Pedro de Atacama kommen wir am Canyon von Socaire vorbei in dem zahlreiche Kletterrouten eingebohrt sind. Der Canyon ist grandios, die Felsformationen einfach toll. Klettertechnisch betrachtet ist unsere erste Erkundungstour reichlich ernüchternd. Senkrechte Wände oder gar überhängende Raufasertapeten.

Erkundung im Canyon

In dieser Liga klettern wir nicht. Weiter hinten treffen wir ein junges einheimisches Pärchen das hier campiert. Sie können uns eine Stelle mit gemäßigteren Routen nennen. Hier gehen wir klettern.

Klettern im Canyon

Weit wollen wir heute nicht mehr fahren. Bald finden wir abseits der Piste einen ruhigen Platz etwas oberhalb des Salar San Pedro de Atacama. In den Bergen hängen schwarze Wolken. Es wird doch keinen Regen geben? Sicherheitshalber parken wir etwas erhöht.

Abends in der Atacama

In San Pedro de Atacama angekommen müssen wir erst einmal tanken. Wir wurden schon von mehreren Reisenden vorgewarnt, dass die Straßen in San Pedro de Atacama sind sehr eng sind. Zudem gibt es noch Wassergräben und Einbahnstraßen, so dass die Fahrt zur versteckt gelegenen Tankstelle mit größeren Fahrzeugen zur Herausforderung wird. Uns bleibt nichts anderes übrig. Wir fahren schon seit über hundert Kilometer auf Reserve, wir müssen tanken. Versteckt in einer Hotelanlage finden wir die COPEC-Tankstelle. Nur gut, dass die Tankstelle „Combustible“ gut ausgeschildert ist.

Tanken in San Pedro

Wir suchen uns für die nächsten Tage einen Campingplatz. Wieder wird es eng. Es bleibt uns nichts anderes übrig als ein paar Äste abzusägen, sonst kommen wir nicht ohne größere Schäden am Fahrzeug durch. Jetzt ist der Campingplatz für Overlander bestens vorbereitet. Biljana und Christoph, die ein paar Stunden nach uns ankommen haben nun freie Fahrt.

Mit der KTM fahren wir ins Valle de la Luna zum Sonnenuntergang – ein Pflichtprogramm für alle Besucher hier. Mit vielen anderen Touristen aus aller Welt sitzen wir kurz vor Sonnenuntergang auf der großen Düne und schießen Foto um Foto.

Valle de la Luna

Ein anderes mal düsen wir ins Valle Arcoiris – ins Regenbogental. Hier schimmern die Felsen in allen Farben. Mit unserem Moto kommen wir in die hintersten Winkel. Enge Schluchten, Felstürme und tolle Sandpisten zum Fahren erwarten uns hier.

Valle Arcoiris

Auf einem unserer Streifzüge durch den Ort entdecken wir, dass hier Snowboards verliehen werden. Damit kann man auf den Sanddünen im Valle de la Muerte zum Sandboarden gehen. Boarden können wir nicht – aber Ski fahren. Ski fahren? Waren wir seit Ewigkeiten nicht mehr. Also Skier raus, ran ans Motorrad und los geht´s.

Valle de la Muerta

So ein Spaß! Lifte gibt es zwar keine, aber mit den Tourenskiern kann man im Sand auch ohne Felle problemlos aufsteigen.

Nach ein paar Tagen geht es weiter. Wir wollen nach Bolivien. Aber vorher fahren wir nochmal Lebensmittel kaufen, sind ja nur etwa 100 Kilometer bis zur nächsten Stadt und damit zum nächsten Supermarkt. Noch einmal kommen wir nach San Pedro zurück. Von hier aus machen wir uns über die „Lagunenroute“ auf den Weg nach Bolivien. Etwa 500 Kilometer ohne Versorgungsmöglichkeiten, zahlreiche Lagunen und viele Pistenkilometer liegen vor uns.

Abendstimmung