Unterwegs auf dem mozarabischen Jakobsweg

Inzwischen war ich zum dritten Mal auf dem Jakobsweg unterwegs. Dieses Mal auf der „Via de la Plata“, dem Mozarabischen Jakobsweg. Wie immer hatte ich das entsprechende Outdoor-Handbuch samt Updates im Gepäck und war gespannt, was mich dieses Mal erwartet.

Der Jakobsweg - Via de la Plata

Der Jakobsweg – Via de la Plata

Sind z. B. jetzt im Frühjahr die Bäche passierbar? Sind viele Pilger unterwegs und damit die Herbergen überfüllt oder bin ich eher alleine auf dem langen Weg bis Sanitago de Compostela? Neu und erlebnisreich wird es sicher. Jeder der Wege und jede Provinz ist anders. Was alle verbindet ist das gemeinsame Ziel und vor allem die Freundlichkeit und die Hilfsbereitschaft der Menschen uns Pilgern gegenüber. Diese Erfahrung machten ein Pilger aus der Schweiz und ich kurz nach unserem Start am 03. Mai in Sevilla.

Auf nach Santiago de Compostela

Auf nach Santiago de Compostela

Der Wegverlauf am Stadtrand war nicht ganz eindeutig. Ein hilfsbereiter Spanier fuhr uns kurzerhand nach Camas und zeigte uns den Weiterweg. Um diesen etwas verzwickten Weg aus der Stadt zu vermeiden nehmen viele Pilger den Bus nach Italica.

Jetzt im Mai war es wunderschön. Viele Blumen und blühende Sträucher säumten unseren Weg. Vorbei ging es an Weinfeldern, Olivenhainen, großen Blumenwiesen und alte Steinbrücken aus der Römerzeit.

Eine der alten Römerbrücken

Eine der alten Römerbrücken

Durch den Trassenbau der Bahn und den damit verbundenen massiven Eingriffen in die Landschaft ändert sich der Wegeverlauf immer mal wieder, aber er ist durchwegs gut ausgeschildert. Da der Weg ist zum Teil breit und gut befahrbar ist, sind auch viele Radpilger unterwegs.

Viele Pilger hören in Salamanca auf, andere beginnen hier den zweiten Abschnitt des Weges. Ein Ehepaar aus Holland, das ich unterwegs kennenlernte, ging den ganzen Weg von Sevilla bis Santiago de Compostela bereits zum dritten Mal. Ich kann dies nachvollziehen, da dieser Weg sehr schön ist.

 

Zahlreiche Wegweiser auf dem Weg nach Santiago de Compostela

Zahlreiche Wegweiser auf dem Weg nach Santiago de Compostela

Die Beschreibungen der Wege, Orte und Herbergen im Outdoor-Handbuch „Via de la Plata“ sind sehr ausführlich und gut. Nur die Karten könnten manchmal etwas genauer sein (z. B. zu den Orten rechts und links des Weges mit Ausweichmöglichkeiten zum Übernachten).

Die spanischen Pilgerfreunde und Wegepaten opfern viel Zeit für die Markierungen und Pflege der Wege. Das Outdoor-Handbuch ist hierzu eine sehr gute Ergänzung. Irgendetwas gibt es immer zum Nachlesen oder mit Pilgerfreunden in ihren Führern zu vergleichen. In punkto Etappenplanung, Herbergen, Einkaufen, Format und so weiter ist das Outdoor-Handbuch einfach gut. Kleine Verbesserungswünsche gibt es immer und überall. Weitergeleitet an den Verlag werden diese von den Autoren gerne angenommen und in den regelmäßig erscheinenden Neuauflagen berücksichtigt, wie auch „Via de la Plata“ mit der 6. Auflage aus 2014, die zwischenzeitlich erschienen ist.

Ein Buch das nicht im Rucksack fehlen darf

Ein Buch das in meinem Rucksack nicht fehlen darf

Insgesamt betrachtet sind mir die Outdoor-Handbücher die liebsten „Reiseführer-Begleiter“ auf meinen Jakobswegen und werden auch beim nächsten Jakobsweg dem „Caminho Português“ wieder einen Platz in meinem Rucksack bekommen.

In diesem Sinne „Buen Camino“

Gastautor: M. Maria S.