Erlebnisreiches Korsika

Unser Sommerabschlussevent führte uns dieses Jahr nach Korsika. Eine Woche klettern, der höchste Berg Korsikas und Canyoning standen auf dem Programm. Noch vor 4:00 Uhr ging´s los. Von Oberbayern, bei dichtem Schneetreiben über den Brenner nach Livorno.

Ankunft auf Korsika

Ankunft auf Korsika

Dort bei Sonnenschein auf die Fähre nach Bastia und spätabends weiter auf engen Bergstraßen nach Zonza unserem Stützpunkt auf Korsika.

Am nächsten Morgen konnte es losgehen: Insgesamt drei Klettertage lagen vor uns. Wunderbar griffiger Fels, keine abgespeckten Griffe und Tritte, den Fels bis auf die vielen flinken Eidechsen fast für uns alleine. Einfach schön. Wir kletterten am Col de Bavella und am Col de la Tana Einseillängen und Mehrseil- längenrouten und das alles in wunderschöner Umgebung.

Klettern am Col de Bavella - Korsika

Klettern am Col de Bavella – Korsika

Seit einigen Jahren haben wir es uns zum Ziel gemacht den jeweils höchsten Berg der Länder/Regionen zu besteigen die wir bereisen. Am Dienstag führte uns daher die Fahrt in mehreren Stunden über die Insel nach Lozzi dem Ausgangsort für die Besteigung des Monte Cinto (auf korsisch: Mt Cintu). Ab Lozzi stiegen wir zunächst zum Refuge de l’ecru auf.

Gut, dass es inzwischen eine neue Hütte gibt

Gut, dass es inzwischen eine neue Schutzhütte gibt – hier rechts die „Alte“

An der Selbstversorgerhütte angekommen mussten wir feststellen, dass diese bereits winterfest gemacht wurde. Sie war zwar offen aber das Wasser war abgedreht, es gab keine Tassen oder Gläser, keine Decken im Lager, die Toiletten waren abgesperrt… Davon ließen wir uns jedoch nicht abschrecken. Wir wussten uns zu helfen. Heizten erst mal ordentlich ein, spülten eine Pfanne und einen Topf im Bach, holten von dort Wasser und richteten uns gemütlich ein. Bei Kerzenlicht und im Schein unserer Stirnlampen verbrachten wir einen urigen Hüttenabend.

Ein Hüttenabend auf der Refuge de l`ecru

Ein Hüttenabend auf dem Refuge de l`ercu

Nachts pfiff der Wind um die Hütte, es regnete immer wieder, aber am nächsten Morgen wurde das Wetter zunehmend besser. Zwar war der Gipfel beim Abmarsch immer noch in Wolken und der Wind war in Böen teilweise so stark, dass es einen fast umwehte, aber die Sonne setzte sich mehr und mehr durch. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Herbstwetter standen wir nach etwa drei Stunden Aufstieg auf 2.706 m, dem höchsten Punkt Korsikas.

Monte Cinto - Mt. Cintu

Am Gipfel des Monte Cinto – Mt. Cintu 2.706 m

Dort, vom Gipfel des Monte Cinto aus hat man einen wunderbaren Blick über die Insel, die umliegenden Berge, auf´s Meer und bis nach Elba.

Ja und dann war da noch unsere Canyoningtour im Polischellu. Ein wunderschöner Bachlauf mit zahlreichen Kaskaden,  kristallklaren Gumpen, schönen Abseilstellen und Rutschen.

Canyoning im Polischellu

Canyoning im Polischellu

Dies war nicht nur unsere erste Schlucht auf Korsika. Für die eine oder den anderen von uns war es die erste Canyoningtour, für Helmut eine ganz besondere Premiere: Seine erste selbstgeführte Canyoningtour nach Bestehen seiner Ausbildung zum staatlich geprüften Canyoningguide.

Natur pur, wunderschöne Felsformationen, am Wegesrand wilde Hausschweine, Wildschweine, Füchse, Ziegen … all das müssen wir nun hinter uns lassen.

Natur pur

Natur pur

Wir hatten im Vorfeld lange überlegt nach Korsika zu fahren. Lohnt es sich wirklich die weite Fahrt für die paar Tage auf sich nehmen? Längst sind wir uns alle einig. Ja, es lohnt sich! Und wer weiß, vielleicht fahren wir in ein paar Jahren wieder dort hin.