Wir wollen wieder hoch hinaus

Seine überraschende Absage traf uns gänzlich unvorbereitet. ER kommt nicht mit nach Bolivien. Wie sollen wir nur ohne IHN zurechtkommen? Es hilft kein Jammern und Zetern, weder ein treuherziger Blick noch Versprechungen. Seine Entscheidung steht. Seine Begründung: „… zu hoch, zu kalt, zu weit …“. So jedenfalls sein Kommentar auf unserer Facebookseite. Wir werden ohne IHN zurechtkommen müssen.

Ist nur gut, dass alles bestens vorbereitet ist. Der Ablauf der Reise steht, die Flüge und die Unterkünfte sind gebucht, alle Absprachen mit den örtlichen Agenturen und Führern sind getroffen …

Im Juni ist es soweit. Zu sechst fliegen wir von München über Madrid und Bogotá nach La Paz. Von dort fahren wir gleich weiter zum Titicacasee, der auf einer Höhe von etwa 3.800 m über dem Meeresspiegel liegt. Ein paar Tage am See mit Besuch der Isla del Sol und das anschließende Trekking bieten uns eine gute Gelegenheit zur Gewöhnung an die fremde Umgebung und natürlich zur Anpassung an die Höhe. Schließlich wollen wir mal wieder hoch hinaus.

Diesmal sind der Huayna Potosí mit 6.088 m und der Ancohuma mit 6.425 m die Ziele unserer Bergträume. Und für diejenigen unter uns, denen dies alles nicht reicht, ist im Anschluss noch die Besteigung des Nevado Sajama geplant, der mit 6.542 m der höchste Berg Boliviens ist.

Aber bevor es soweit ist steht erst mal die Vorbereitung auf dieses Abenteuer im Vordergrund. Regelmäßiges Ausdauertraining, Ski-, Schneeschuh- und Berg- touren werden die nächsten Monate unser Freizeitverhalten mitbestimmen.

Wir werden uns im Vorfeld der Reise sicher öfter treffen, gemeinsam auf Tour gehen, unsere Schlafsäcke auf Kältetauglichkeit testen, die Handhabung des Kochers üben … Wir könnten zum Beispiel eine gemeinsame Wintertour mit Übernachtung im Zelt oder Iglu unternehmen.  Aber dazu mehr, wenn es soweit ist.