Gemeinsam durch den Süden von Peru

Wir reisen ganz im Süden von Peru von Chile her ins Land ein. In Tacna tauschen wir unsere restlichen Bolivianos und chilenischen Pesos in Landeswährung um und verschaffen uns einen ersten Eindruck von dem für uns bisher unbekannten Peru. Neu sind für uns z. B. die verschiedenen Taxiarten. Besonders interessant finden wir die Mototaxis, die auf Basis eines Motorrads gebaut werden.

Mototaxi

Mototaxi

Unser erstes Ziel ist Puno am Titicacasee. Dort treffen wir zu unserer großen Freude Biljana und Christoph in ihrem Magirus wieder.

Gemeinsam schmeckt es besser

gemeinsam schmeckt es noch besser

Wir fahren mit einem Ausflugsboot zu den schwimmenden Inseln der Uros. Hier erfahren wir u. a. wie die Inseln gebaut werden und machen eine kleine Rundfahrt auf einem der berühmten Totora-Boote bevor es wieder zurück auf das Festland geht.

Schwimmende Inseln der Uros

Die schwimmenden Inseln der Uros

Von Puno aus fahren wir in zwei Tagen nach Arequipa. Auf halber Strecke übernachten wir beim „Bosque de Piedra“. Hier am Steinwald kann sich Helmut ein wenig austoben.

Bosque de Piedras

Bosque de Piedras

Spät abends kommen wir in Arequipa an. Wir hatten uns ein wenig verspätet, da wir noch ein kleines Zusammentreffen mit der Polizei hatten. Wir wurden angehalten, die Papiere wurden kontrolliert und dann hieß es wir seien ohne Licht gefahren. Tatsächlich, das Licht ist aus. Das gibt es doch nicht, wir fahren immer mit Licht. Wie konnte das passieren? Jedenfalls sollten wir 450 Soles überweisen oder 225 Soles bar bezahlen. Aha! Wir erklären, dass wir nicht so viel Geld dabei hätten und deshalb mit aufs Revier kommen möchten. Das sei so nicht möglich. Ach nein!? Wieviel Geld wir denn dabei hätten. Interessante Frage! Ich gehe schauen. Beschließe 54 Soles zu finden. Ja das sei dann eben auch in Ordnung. Wie bitte? Ob wir eine Quittung bekommen könnten. Nein, das ginge nicht. Ach nein?!? Ohne Quittung zahlen wir nicht bar. Dann müssten wir die 450 Soles bezahlen. Ja, ist in Ordnung! Wie??? Ja, dann zahlen wir eben 450 Soles. Kurze Ratlosigkeit bei den Polizisten. Dann wurden wir belehrt, dass man in Peru immer mit Licht fahren müsse und durften so fahren. Im Nachhinein kamen wir zu dem Schluss, dass der Polizist uns das Licht ausgeschaltet hatte als wir die Papiere hervorgekramt hatten. Er hatte sich nämlich in das offene Fenster gelehnt und sie hatten keinen Beweis, dass wir ohne Licht fuhren. Ein paar Tage später bekamen wir von einem anderen Reisenden, dem wir die Geschichte erzählt hatten, die Bestätigung. Er hatte (er war ja vorgewarnt) an derselben Straße den Polizisten dabei erwischt, wie er ihm das Licht ausschalten wollte.

Am Hotel und Camping Las Mercedes in Arequipa werden wir schon von Biljana und Christoph erwartet. Wir bleiben über eine Woche in Arequipa es ist einfach schön dort. Eine tolle Altstadt, schöne alte Häuser im Kolonialstil, eine schöne Plaza, tolle Cafés und Restaurants.

Plaza de Armas Arequipa

Von Arequipa aus fahren wir mit einer Agentur bis auf 5.100 m um von dort aus den Chachani zu besteigen. Wir übernachten in unserem Zelt und machen uns früh morgens auf den Weg. Gegen 10:00 Uhr erreichen wir den Gipfel auf 6.057 m. Hier werden wir mit einem traumhaften Blick über Arequipa und die umliegenden Vulkane belohnt. Über dem Hualca Hualca ist eine weit sichtbare Rauchfahne zu sehen.

Chachani mit dem Vulkan Hualca Hualca im Hintergrund

Bei unserer Rückkehr am Campingplatz werden wir von Biljana und Christoph mit selbstgemachten Spaghetti Bolognese und leckerem Nutellakuchen überrascht. Spaghetti Bolognese … das Lieblingsgericht von Helmut … selbstgebackener Kuchen … besser hätte es nicht kommen können.

Die Kultur darf natürlich auch nicht zu kurz kommen und so besuchen wir das Kloster Santa Catalina, eine kleine Stadt in der Stadt, über 20.000 qm groß. Das Kloster öffnete erst 1970 seine Pforten und kann nunmehr zu großen Teilen besichtigt werden.

Monasterio Santa Catalina

Spontan beschließen wir gemeinsam weiter zum Colca Canyon zu fahren. Dieser ist berühmt für seine Kondore, die früh morgens im warmen Aufwind aufsteigen.

Colca Canyon

Von dort fahren wir gemeinsam weiter nach Cusco. Hier treffen wir zu unserer großen Freude einige Reisebekannte wieder und so bleiben wir wieder einmal länger als geplant.

Bevor wir abreisen gibt es noch etwas zu feiern! Ein besonderer Anlass verdient ein besonderes Essen und so gibt es feine Steaks (Alpaka, Rind, Lamm) auf dem heißen Stein und leckeren Wein. Ein schöner Abend mit Freunden. Danke dafür!

Am nächsten Tag trennen sich unsere Wege erst einmal. Wir verabschieden uns nach Machu Picchu. Biljana und Christoph bleiben noch in Cusco.

 

Durch Chile von Feuerland bis zur Atacama

Chile ein so vielseitiges Land. Ein Land mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von über 4.300 Kilometer. Mit den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen, mit riesigen Gletschern, unzähligen Flüssen, Vulkanen, Fjorden, Urwäldern, Wüsten – eingebettet zwischen den Anden und dem Pazifik. Es ist das Land das dem Südpol am nächsten kommt. Begleitet werden wir vom Conrad Stein Verlag mit seinen Outdoor Handbüchern und den Trekking & Travel Maps, die uns stets gute Dienste leisten.

Outdoor Verlage

Mit dem Conrad Stein Verlag durch Chile

Auf unserem Weg nach Norden pendeln wir zwischen Chile und Argentinien hin und her, später folgt noch ein kurzer Abstecher nach Bolivien. Unser erstes Ziel in Chile war der Nationalpark Torres del Paine. Bereits auf dem Weg dort hin gibt es einiges zu sehen. Noch in Feuerland besuchen wir den Parque Pingüino Rey mit der einzigen Kolonie mit Königspinguinen in ganz Südamerika.

Pingüinos Rey

Mit der Fähre fahren wir über die Magellanstraße hinüber auf das Festland und weiter nach Punta Arenas. Hier besichtigen wir u. a. den Friedhof, der als der schönste Chiles gilt.

Punta Arenas

Cementerio von Punta Arenas

Weiter im Norden folgen wir etwa 600 Kilometer der Carretera Austral. Wir erreichen den kleinen Süden Chiles, besteigen den Volcan Puyehue mit seinem gut erhaltenen Kraterrand, steigen auf den Volcan Lanin und den Volcan Antuco.

Volcan Antuco

Volcan Antuco mit Anraum am Gipfel

Drei Vulkane und doch so unterschiedlich. Allen gemein ist das weglose Gelände insbesondere im Gipfelbereich und die schier endlosen Schotterfelder. Das Gestein ist meist ziemlich scharfkantig was uns letztendlich je ein paar neue Bergschuhe beschert hat, da unsere alten der Belastung nicht mehr stand hielten.

Doch vorher versuchten wir uns noch am Volcan San Pedro. Bereits die Anreise war ein Abenteuer für sich. Unsere diversen Karten und Navigationsapps boten unterschiedliche Anreisemöglichkeiten und Murphys Gesetz folgend hatten wir uns selbstverständlich für die falsche entschieden. Und so waren wir nur etwa 30 Kilometer Luftlinie vom Ausgangsort „Maggi“ entfernt. Leider standen wir in einer Sackgasse. Auf direktem Weg gab es selbst mit unserem Allradfahrzeug kein Durchkommen mehr. Damit waren wir erneut fast 150 Kilometer Fahrstrecke vom Ziel entfernt. Der Aufstieg erweist sich als ähnlich abenteuerlich.

Antuco

Zustieg zum Volcan San Pedro

Der Weg quasi nicht zu erkennen und bereits nach kurzer Zeit schlagen wir uns quer durch Brombeergestrüpp und dichten Wald. Dank unserer Karte von Trekking Map „Melado Vn. San Pedro“  finden wir trotzdem unseren Zeltplatz, den wir nach etwa 1.800 m Aufstieg, 14 Kilometer Marschstrecke und 9 Stunden erreichen.

Am Zeltplatz

Alleine am Zeltplatz

Am nächsten Tag machen wir uns auf dem Weg zum Gipfel. Aufgrund der schlechten Sicht müssen wir jedoch etwa 300 Meter unterhalb des Gipfels umdrehen, da uns auch hier nur wegloses kaum markiertes Gelände erwartet. Dafür werden wir mit einer partiellen Sonnenfinsternis entschädigt. Nach 10 Stunden Marsch sind wir wieder zu Hause.

Unseren Aufenthalt in Santiago de Chile nutzen wir um dringend notwendige Einkäufe zu erledigen. Hier in der Hauptstadt bekommen wir endlich das lange gesuchte Reifenschneidegerät und nicht nur das. Das Team von REMA Tip Top schneidet uns die Reifen auch noch kostenlos nach. So ein toller Service muss belohnt werden. Während der Arbeiten an den Reifen backen wir Kuchen für die fleißigen Helfer.

Team REMA Tip Top

REMA Tip Top in Santiago de Chile

Wir kaufen neue Bergschuhe und Ersatzspitzen für unsere Trekkingstöcke. Auch diese wurden auf unseren Vulkantouren gänzlich abgenutzt.

Nachdem wir die Großstadt endlich hinter uns lassen können überqueren wir erneut die Anden. Wieder erwartet uns eine spektakuläre Landschaft. Diesmal am Paso del Aqua Negra.

Paso Aqua Negra

Die Pässe hier sind hoch, zwischen den einzelnen Orten auf der einen bzw. anderen Seite liegen oft hunderte von Kilometer ohne jegliche Versorgung und eine wunderschöne fast unberührte Natur. So wie auch am Paso San Francisco den wir in Richtung Argentinien überqueren.

Oder am Paso Sico zurück nach Chile auf dem Weg nach San Pedro de Atacama.

Paso Sico

Eine kleine Bergtour am Paso Sico

Weit verbreitet sind hier größere und kleinere Minen in denen Rohstoffe abgebaut werden. Manche der Minen erstecken sich über viele Quadratkilometer, sind weiträumig abgesperrt und abgesichert, mit eigenen Geschäften und eigener Tankstelle. Die Fahrzeuge sind einfach nur gigantisch in ihren Ausmaßen. Am Wegesrand finden wir den alten Reifen eines Muldenkippers.

40 R 57

Die Reifengröße? 40 R 57

Nach einem kurzen Abstecher nach Bolivien geht es für uns ein letztes mal nach Chile. In Iquique, einer auf einem schmalen Küstenstreifen gelegenen Stadt füllen wir unsere Vorräte auf und finden zum Glück einen Aluschweißer, der uns die fast ab vibrierte Rücklichtplatte richten kann. Wir reparieren unsere KTM – hier verloren wir durch die Vibrationen zwei Cockpitschrauben.

Iquique, die Dünenstadt am Meer

Iquique

An der bolivianischen Grenze entlang fahren wir weiter nach Norden. Vorbei am Geysirfeld Puchuldiza zum Salar de Surire mit seinen naturbelassenen Thermalquellen Polloquere. Wir können nicht widerstehen und nehmen ein Bad im heißen Schwefelwasser.

Termales

Ein Kurbad in den heißen Quellen

Auf über 4.000 m kühlt es nachts auf unter Null Grad ab und so dampft das heiße Thermalwasser in der kühlen Morgenluft.

Frühmorgens an den Termales

Unsere letzte Station in Chile ist Arica. Hier in der Hafenstadt genießen wir das schöne Herbstwetter am Pazifik. Wir kaufen im Fischmarkt fangfrischen Fisch und Ceviche eine Spezialität aus rohem Fisch, Zwiebeln, Koriander, Limettensaft und Gewürzen …

Am Fischmarkt

… bummeln durch die Stadt, durch den Fischereihafen, gehen am Strand spazieren und bewundern die Wellen im Pazifik. Ganz schön beeindruckend für so Landratten wie uns.

Am Fischereihafen

Seelöwen am Fischereihafen

Nach ein paar Tagen heißt es Abschied nehmen. Abschied von Chile. In den letzten Monaten waren wir zu einem großen Teil unserer Reise hier unterwegs. Wir haben viel gesehen und erlebt. Ein tolles Land mit vielen Facetten das immer einen Besuch wert ist.

Faszination Wüste

Wir sind unterwegs in der Atacama-Wüste, die als die trockenste Wüste der Welt gilt. Insgesamt erstreckt sie sich über eine Länge von rund 1200 Kilometern. Unterschiedlichste Landschaftsformen, Farben, Gestein, Sand, Vulkane und vieles mehr erwarten uns.

Wir kommen über den Paso Sico zurück in die Atacama in die Gegend um San Pedro de Atacama, der Bereich der allgemein unter der Atacama-Wüste bekannt ist. Unsere erste Nacht verbringen wir am Salar de Aquas Calientes etwas versteckt zwischen den Felsen.

Laguna Aguas Calientes

Auf dem Weg nach San Pedro de Atacama kommen wir am Canyon von Socaire vorbei in dem zahlreiche Kletterrouten eingebohrt sind. Der Canyon ist grandios, die Felsformationen einfach toll. Klettertechnisch betrachtet ist unsere erste Erkundungstour reichlich ernüchternd. Senkrechte Wände oder gar überhängende Raufasertapeten.

Erkundung im Canyon

In dieser Liga klettern wir nicht. Weiter hinten treffen wir ein junges einheimisches Pärchen das hier campiert. Sie können uns eine Stelle mit gemäßigteren Routen nennen. Hier gehen wir klettern.

Klettern im Canyon

Weit wollen wir heute nicht mehr fahren. Bald finden wir abseits der Piste einen ruhigen Platz etwas oberhalb des Salar San Pedro de Atacama. In den Bergen hängen schwarze Wolken. Es wird doch keinen Regen geben? Sicherheitshalber parken wir etwas erhöht.

Abends in der Atacama

In San Pedro de Atacama angekommen müssen wir erst einmal tanken. Wir wurden schon von mehreren Reisenden vorgewarnt, dass die Straßen in San Pedro de Atacama sind sehr eng sind. Zudem gibt es noch Wassergräben und Einbahnstraßen, so dass die Fahrt zur versteckt gelegenen Tankstelle mit größeren Fahrzeugen zur Herausforderung wird. Uns bleibt nichts anderes übrig. Wir fahren schon seit über hundert Kilometer auf Reserve, wir müssen tanken. Versteckt in einer Hotelanlage finden wir die COPEC-Tankstelle. Nur gut, dass die Tankstelle „Combustible“ gut ausgeschildert ist.

Tanken in San Pedro

Wir suchen uns für die nächsten Tage einen Campingplatz. Wieder wird es eng. Es bleibt uns nichts anderes übrig als ein paar Äste abzusägen, sonst kommen wir nicht ohne größere Schäden am Fahrzeug durch. Jetzt ist der Campingplatz für Overlander bestens vorbereitet. Biljana und Christoph, die ein paar Stunden nach uns ankommen haben nun freie Fahrt.

Mit der KTM fahren wir ins Valle de la Luna zum Sonnenuntergang – ein Pflichtprogramm für alle Besucher hier. Mit vielen anderen Touristen aus aller Welt sitzen wir kurz vor Sonnenuntergang auf der großen Düne und schießen Foto um Foto.

Valle de la Luna

Ein anderes mal düsen wir ins Valle Arcoiris – ins Regenbogental. Hier schimmern die Felsen in allen Farben. Mit unserem Moto kommen wir in die hintersten Winkel. Enge Schluchten, Felstürme und tolle Sandpisten zum Fahren erwarten uns hier.

Valle Arcoiris

Auf einem unserer Streifzüge durch den Ort entdecken wir, dass hier Snowboards verliehen werden. Damit kann man auf den Sanddünen im Valle de la Muerte zum Sandboarden gehen. Boarden können wir nicht – aber Ski fahren. Ski fahren? Waren wir seit Ewigkeiten nicht mehr. Also Skier raus, ran ans Motorrad und los geht´s.

Valle de la Muerta

So ein Spaß! Lifte gibt es zwar keine, aber mit den Tourenskiern kann man im Sand auch ohne Felle problemlos aufsteigen.

Nach ein paar Tagen geht es weiter. Wir wollen nach Bolivien. Aber vorher fahren wir nochmal Lebensmittel kaufen, sind ja nur etwa 100 Kilometer bis zur nächsten Stadt und damit zum nächsten Supermarkt. Noch einmal kommen wir nach San Pedro zurück. Von hier aus machen wir uns über die „Lagunenroute“ auf den Weg nach Bolivien. Etwa 500 Kilometer ohne Versorgungsmöglichkeiten, zahlreiche Lagunen und viele Pistenkilometer liegen vor uns.

Abendstimmung

 

Ruta 40

Wir sind unterwegs auf der Ruta 40 nach Norden. Auf der berühmten „Cuarenta“, der Ruta National, der längsten Straße der Welt. Über fast 5.000 km führt sie in Nord-Süd-Richtung durch Argentinien. Auf unserer Fahrt nach Norden waren wir seit Januar immer wieder auf ihr unterwegs. Nunmehr im Nordwesten Argentiniens von Cerro Negro bis San Antonio de los Cobres. Etwa 650 Kilometer durch eine sich ständig ändernde faszinierende Landschaft.

Zunächst von Cerro Negro auf endlosen geraden Straßen, durch kleinere Orte, entlang der Sierra de Fiambala bis zu dem auf etwa 1.700 m hoch gelegenen Weinanbaugebiet um Cafayate.

auf dem Weg nach Cafayate

Durch imposante Felsformationen und fruchtbare Täler weiter Richtung Norden.

Monumento Natural Angastaco

Nach Cachi … wo geht´s denn nun nach Cachi? Gerade aus oder doch eher rechts rum?

weiter nach Cachi - wo geht es hier nach Cachi

Wo geht´s hier nach Cachi?

Weiter durch die Valles Calchaquies.

durch die Valles Calchaquies

Entlang der Ruta 40 geht´s weiter Richtung Abra del Acay, dem höchsten befahrbaren Pass, über den dieses Jahr die Ralley Dakar führte.

Richtung Abra del Acay

Auf manchmal etwas schmaler Fahrbahn und teilweise recht engen Spitzkehren fahren wir immer höher hinauf …

immer höher

… bis wir auf der Passhöhe stehen – auf sage und schreibe 4.895 m über dem Meer. So hoch waren wir mit unserem „Casa Rodante“ noch nie! Auch wenn der Motor ziemlich qualmt, wenn das Anfahren in diesen Höhenlagen eine echte Herausforderung ist … unser MAN läuft!

4.895 msnm

Vorsichtshalber lassen wir den Motor laufen und schon geht´s auf der anderen Seite wieder nach unten. Auf etwa 4.200 m finden wir eine schöne Stelle am Bach. Hier bleiben wir über Nacht. Ein wenig abschüssig geparkt, nur für den Fall der Fälle. Wenn der Motor kalt ist, ist ein Start in der Höhe eine etwas langwierige Geschichte, das wissen wir aus Erfahrung. Zum Abendessen gibt es Flädle. Da wir reichlich schräg parken müssen wir die Pfanne unterbauen. Ein Gabelschlüssel aus unserem Werkzeugkasten ist hierfür ideal.

drüben wieder runter

Wir erreichen San Antonio de los Cobres eine der vielen etwas trostlosen Minenstädte in Argentinien.

San Antonio de los cobres

Von hier aus fahren wir über den Paso Sico erneut nach Chile. Adios Argentina! Vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder!

Paso San Francisco

Was für Entfernungen hier! Wir fahren von Copiapó über den Paso San Francisco nach Argentinien. Das bedeutet auf etwa 500 Kilometern keine Einkaufsmöglichkeit, keine Tankstelle, kein Internet und auch kein Trinkwasser. Wir kaufen nochmals ordentlich ein, füllen unseren Wassertank und schon geht es los.

Nach einer Zwischenübernachtung abseits der wenig befahrenen Piste erreichen wir unser erstes Ziel die Laguna Santa Rosa.

Laguna Santa Rosa

Eine im Parque National de Tres Cruces auf etwa 3.800 m gelegenen Lagune mit Flamingos. Um uns an die Höhe zu gewöhnen bleiben wir hier zwei Nächte, machen kleinere Spaziergänge, entdecken irre Felsformationen und besteigen den Cerro sin nombre (Berg ohne Namen – so haben wir ihn benannt).

Felsformationen

Felsformationen bei der Laguna Santa Rosa

Jetzt sind wir bereit für die Laguna Verde, die bereits auf etwa 4.300 m liegt. Wir kommen bei bestem Wetter an, das jedoch bald umschlägt und in einem kleinen Schneesturm endet.

Ankunft Laguna Verde

Ankunft an der Laguna Verde

Am nächsten Tag sind die umliegenden Berge überzuckert.

Am Morgen danach

An der Lagune lernen wir den argentinischen Bergführer Maximo Kausch kennen, der sich hier für ein paar Tage mit einer Gruppe von Bergsteigern zur Höhenakklimatisation niedergelassen hat. Maximo hat sich zum Ziel gesetzt alle 6.000er Südamerikas zu besteigen. Eine echte Herausforderung zumal sich viele Berge weit ab jeglicher Zivilisation befinden und zudem nicht erschlossen sind. Manche weisen erst wenige Besteigungen überhaupt auf. 82 Gipfel von 104 hat er schon geschafft.

Maximo und seine Gruppe

Hier in der Höhe und der Kälte (nachts gefriert es regelmäßig) gibt´s das eine oder andere Problem beim starten der Motoren der Fahrzeuge. Man hilft sich hier wie man eben kann.

Motor vorwärmen

Motor vorwärmen mit dem was einem zur Verfügung steht

Nach drei Tagen in der Höhe springt das Fahrzeug eines der Argentinier nicht mehr an. Irgendwie (es liegt wohl an meinem nicht ganz so tollen Spanisch) ist bekannt geworden, dass Helmut Mechaniker ist und so wird Helmut um Hilfe gebeten. Gemeinsam geht´s auf Fehlersuche. Die Glühkerzen sind in Ordnung, die Batterie ist neu, der Anlasser muckt etwas, geht aber nach ein paar leichten Schlägen immer noch. Es stellt sich heraus, dass das Relais für die Vorglühanlage defekt ist. Mit einem Kabel von Helmut kann das Relais überbrückt werden. Trotzdem will der Toyota einfach nicht anspringen. Erst als Maximo etwas von seinem Sauerstoff opfert, der direkt in die Luftansaugung geblasen wird, springt der Motor an. Tja, die Höhe fordert den Fahrzeugen schon einiges ab.

El mechanico

El „mechanico“ Helmut

Wir stehen eine Nacht auf dem Paso San Francisco um den Cerro San Francisco zu besteigen. Diese Chance wollten wir nutzen. Morgens vom Fahrzeug aus einen 6.000er zu besteigen. Wo hat man das schon? Nach dieser Nacht auf knapp über 4.750 m springt unser MAN selbst mit Standheizung zur Motorvorwärmung und guten Wetterbedingungen gerade noch so an. Wir beschließen daher künftig nicht mehr so hoch zu übernachten. Das Risiko ist uns zu groß.

San Francisco

Cerro San Francisco – Abendstimmung am Pass – Büßerschneefelder am Berg

Zur Regeneration fahren wir zurück zur Laguna Verde um uns hier im warmen Termalwasser zu erholen. Das warme Wasser nutzen wir auch zum Spülen und Haare waschen. Zum Nudeln kochen ist es ebenfalls perfekt – es ist bereits ausreichend gesalzen. Da wir nicht wissen, wann wir wieder Trinkwasser bekommen ist Wasser sparen oberstes Gebot.

Termales

Die Termales an der Laguna Verde

Wir haben Glück. Als Maximo mit seiner Gruppe abreist überlässt er uns sein restliches Trinkwasser und ein paar Lebensmittel. Muchas grazias Maximo!

 

Vulcan Lanín

Wir sind im Parque National Lanín auf argentinischer Seite des Grenzübergangs El Tromen.

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Unser Ziel der Vulcan Lanín

Am Parkplatz gegenüber der Nationalparkverwaltung stehen bereits zwei andere Overlander, eines davon ist das Pepa-Mobil mit Renate, Bruno und Lola an Bord. Die (Wiedersehens-)Freude ist groß und wird gleich mit Kaffee und Kuchen (frisch von Renate gebacken) gefeiert.

Wieder haben wir die Besteigung eines Vulkans im Visier. Wieder haben wir die ersten Informationen aus unserer mitgeführten Travel & Trekking Map „Pucón“ vom Conrad Stein Verlag. Diesmal möchten wir auf den 3.776 m hohen Vulkan Lanín. Vor uns liegen über 2.500 Höhenmeter im Aufstieg. Etwas viel für einen Tag. Und so beschließen wir mittags bis zur Schutzhütte (Caja) aufzusteigen, dort zu übernachten und am frühen Morgen des nächsten Tages weiter bis zum Gipfel aufzusteigen. Also machen wir uns am Vormittag auf den Weg ins Rangerbüro um uns, wie in den meisten Nationalparks obligatorisch, für die geplante Bergtour zu registrieren. Hier erfahren wir welche Ausrüstungsgegenstände mitzuführen sind. Die Liste ist lang. Unter anderem sind Steigeisen, Trekkingstöcke, Helm und Eispickel vorgeschrieben. Wir beschließen spontan die Pickel am Fahrzeug zu vergessen. So ein Schmarrn. Eispickel im Sommer … weit und breit kein Gletscher oder steile bzw. vereiste Schneeflanken. Ach ja, dann wäre da noch ein VHF-Funkgerät mitzunehmen (auch zwingend vorgeschrieben). Wir haben zwar Funkgeräte dabei, aber leider mit der falschen Sendefrequenz. Wir bitten also die Rangerin uns eines für die Besteigung zu vermieten. Jetzt kommt’s: Nein, sie hätten keine Funkgeräte zur Vermietung hier. Diese könnten wir jedoch im nächsten Ort bei einer Agentur anmieten. Das Problem ist nur, dass dieser Ort 55 km!!! entfernt ist. Bis zur Schutzhütte könnten wir jedoch auch ohne Funkgerät gehen. Na toll!

Nach einem längeren Gespräch mit Bruno, der zusammen mit Renate schon seit vielen Jahren durch Südamerika reist, teilen wir der Rangerin mit, dass wir nunmehr nur bis zur Hütte gehen und dort übernachten wollen. Gegen 13:30 Uhr kommen wir endlich los.

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Helmut kocht für uns

In der Schutzhütte werden wir schon von drei jungen Argentiniern (mit Funkgerät) erwartet. Sie wurden bereits über unser Kommen informiert und melden nun unsere tatsächliche Ankunft nach unten.

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Bano natural

Wir machen einen Rundgang um die Hütte, die wie sich bei Ankunft herausstellt, lediglich eine einfache Biwakschachtel ist und richten uns gemütlich ein. Die Wasserstelle ist etwas abseits auf der rechten Seite, die Toilette links.

Zu fünft verbringen einen unterhaltsamen Abend in der Caja auf 2.650 m. Mit Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg zum Gipfel (psst: top secret). Schnell gewinnen wir Höhenmeter an Höhenmeter. Die Schneefelder sind fest, aber nicht gefroren. Wir gehen ohne Steigeisen und kommen gut voran.

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Früh morgens nicht weit hinter der Caja

Die Wegführung ist dem Grunde nach einfach. Man nehme die „Berchtsgoadner Spur“ oder anders ausgedrückt: die kürzeste Verbindung zwischen dem eigenen Standort und dem Gipfel … also immer „gerade aus ungleich schöner empor“! Am Gipfel angekommen genießen wir die traumhafte Aussicht.

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Am Gipfel des Vulcan Lanín

Runter geht es vom Volcán Lanin recht schnell. Wir finden viele Schneefelder zum abfahren, der Schnee ist perfekt aufgefirnt, das Lavagestein ist ebenfalls ideal zum Abfahren geeignet.

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Abfahren in der „Buckelpiste“

Und so sind wir bereits um 15:00 Uhr wieder unten und können uns bei der Parkverwaltung zurück melden. Unsere argentinischen Bergsteiger kommen erst gegen 20:30 Uhr zurück … eh klar, die waren ja am Gipfel. Wir (ohne Funkgerät) selbstverständlich nur in der Schutzhütte.

 

Vulcán Puyehue

Wir haben ein neues Ziel entdeckt: den Nationalpark Puyehue in Chile. Genauer gesagt den gleichnamigen Vulkan im Park. Damit steht uns wieder einmal ein Grenzübertritt mit all den erforderlichen Grenzformalitäten und Kontrollen bevor. Die vor uns liegende Grenze am Paso Cardenal Antonio Samoré ist bekannt für strenge Kontrollen und ist zudem stark frequentiert. Dies führt oft zu langen Wartezeiten.

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Frühmorgens an der Grenze

Von einem einheimischen Wohnmobilfahrer bekommen wir den Tipp uns abends direkt nach Grenzschluss (die Grenze ist von 19:00 – 8:00 Uhr geschlossen!) mit in die Warteschlange vor der Grenze einzureihen, so dass wir am Morgen bei Grenzöffnung vorne mit dabei sind. Eine 1a-Idee!

So kommen wir am frühen Vormittag im Nationalpark an. Wir dürfen uns auf das Gelände der Nationalparkverwaltung CONAF neben einen kleinen Wasserfall stellen und haben somit einen wunderbaren, vom Parkranger bewachten, Stützpunkt für unsere Unternehmungen.

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Mit unserem Parkranger am Eingang der Nationalparkverwaltung

Von unserem Parkranger erfahren wir auch wo wir uns für unseren geplanten Aufstieg zum Vulkankrater registrieren können. Da wir am nächsten Morgen sehr zeitig los wollen, gehen wir erst einmal auf Erkundungstour. Bei der obligatorischen Registrierung an der Receptión im Restaurant am Beginn der Aufstiegsroute erfahren wir, dass wir uns etwa vier Kilometer und 150 Höhenmeter Fußmarsch sparen können, wenn wir mit unserer KTM bis zur „pampa“, der letzten Weidefläche vor dem eigentlichen Zustieg, fahren.

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Von einem Viehgatter zum nächsten

Und so fahren wir früh morgens mit Bergausrüstung und zwei Rucksäcken bepackt zunächst über Viehweiden, dann auf einem ausgewaschenen und teilweise sehr steilen Feldweg bis zum Ende einer höhergelegenen Wiese. Eine echte Herausforderung. Zu zweit auf einem Motorrad – in diesem Gelände … sauber gefahren Helmut … Respekt!

Uns stehen etwa 1.700 Höhenmeter Aufstieg bevor. Die ersten 800 Höhenmeter steigen wir auf gut markiertem Weg im schattigen Wald auf bis dieser kurz vor dem Refugio El Caulle in ein kurzes Wiesenstück über geht.

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Unser Tagesziel

Die südamerikanischen Refugios (Schutzhütten) sind regelmäßig nicht bewirtschaftet und bieten äußerst wenig Komfort.

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Refugio El Caulle

Dank unserer Karte wissen wir, dass die eingezeichneten Bachläufe nicht ganzjährig wasserführend sind und haben genügend zum Trinken dabei.

Die verbleibenden 900 Höhenmeter führen nun über teilweise lockeres Lavagestein, in Gipfelnähe in zunehmend steilerem Gelände unserem Ziel entgegen. Dann sind wir am Gipfel. Ein komplett erhaltener Krater mit einem Durchmesser von fast zwei Kilometern liegt vor uns.

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Am Kraterrand

Darüber hinaus können wir bis in weite Ferne die Auswirkung der letzten Ausbrüche (zuletzt im Juni 2011) erkennen. Gigantische Flächen sind mit Asche bedeckt, abgestorbene Bäume … eine Schneise der Verwüstung einerseits … eine beeindruckende Szenerie andererseits.

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Wir lassen unsere Blicke schweifen

2011 beeinträchtigte die Asche sogar den Flugverkehr in Australien und Neuseeland und kam nach einer zweiwöchigen Erdumrundung wieder nach Chile. Ein beeindruckender Vulkan! Toll, dass wir dort oben stehen konnten.

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich beim Conrad Stein Verlag. Dank der Travel und Trekking Map Puyehue (die übrigens wasser- und reißfest ist) wussten wir überhaupt erst, dass dieser Vulkan erschlossen ist. Unser Reiseführer informiert zwar über den Nationalpark im Allgemeinen, nicht jedoch über die Wandermöglichkeiten. Ein großer Teil der Berge hier ist in keiner Weise erschlossen, so dass der Zugang oft weitestgehend ausgeschlossen ist. Zudem ist es nicht einfach geeignetes Kartenmaterial zu finden. In den Parks erhält man meist nur skizzierte Karten.

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„Abfahrt“ im Lavaschotterfeld

Carretera Austral

Vom Süden nach Norden das ist unser derzeitiger Weg durch Südamerika. Für Menschen die die Natur lieben gibt es viel zu sehen hier im Süden. Die Landschaft in Argentinien im sogenannten Regenschatten der Anden ist trocken, staubig und oft sehr karg während die Vegetation in Chile meist recht üppig ist. Hier gibt es grüne bewirtschaftete Täler, unzählige Flüsse, Wasserfälle, Seen und Berge UND die „Carretera Austral“ .

Wir reisten über den Paso Roballo von Argentinien nach Chile ein. Ein kleiner Grenzübergang in den Südausläufern der Anden. Den Tag vor dem Grenzübertritt verbrachten wir mit Kochen. Zudem fuhren wir erst einen Tag später als geplant nach Chile. Wir hatten uns in der letzten größeren Stadt ordentlich mit frischen Lebensmitteln eingedeckt. Unglücklicherweise hatten wir unseren bevorstehenden Grenzübertritt nicht bedacht. Die Einfuhr frischer Lebensmittel wie Obst, Gemüse, rohe Eier, Fleisch (auch tiefgefroren) ist verboten und wird kontrolliert.

So kamen wir also mit wenig zum Essen an Bord in Chile an. Wir wussten, dass es entlang der Carretera nicht allzu viele größere Ortschaften und damit auch nur eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten gibt. Daher fuhren wir zunächst noch nach Cochrane, der südlichsten größeren Siedlung um unsere Vorräte aufzufüllen. Im Supermercado am Marktplatz wurden wir fündig.

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Dieses „Kaufhaus“ wäre ein Bericht für sich wert. Etwas größer als eine Filiale unserer allseits bekannten Discountern mit vier Buchstaben. Jedoch mit einem derartig vielfältigem Angebot, dass es kaum zu glauben ist. Wir kauften neben unseren Lebensmitteln, eine 3 mm dicke Noppengummimatte, einen Kontaktkleber, AAA Akkus, einen Besen, Schraubglieder und Socken. Ach ja und unsere chilenische Telefonkarte konnten wir auch gleich aufladen lassen.

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Zudem gibt es dort Stihl Kettensägen, Schuhe, Kosmetikartikel, Küchengeräte, Waschmaschinen, Dieselaggregate, diverse Jagdwaffen, Küchenherde, Toilettenschüsseln und so weiter und so fort.

Eines der großen Naturschauspiele entlang der Carretera sind sicherlich die „Capillas de Mármol“. Die im Lago General Carrera gelegenen Felsenhöhlen aus Marmor (Marmorkapellen) können mit Booten befahren werden. Ein großartiges Farbenspiel.

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Unsere erste Bergtour seit längerem machten wir von Villa Cerro Castillo aus. Trotz der vielen Berge ist das hier gar nicht so einfach, da die wenigsten Berge erschlossen sind. Die vorhandenen Wege sind entweder auf Privatgrund oder im Nationalpark. Beides hat zur Folge, dass man sich registrieren und eine Gebühr entrichten muss wenn man die Wege nutzen möchte.

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In Puerto Puyuhuapi wurden wir von Herrn Hopperdietzel angesprochen. Er ist ein direkter Nachfahre eines der Gründungsväter des Ortes, der 1935 von vier sudetendeutschen Junggesellen gegründet wurde. Er erzählte uns in bestem Deutsch ein wenig über sein Leben im Ort. Eine interessante Begegnung.

Nach rund 600 Kilometern, davon der größte Teil der Strecke auf nicht befestigter Fahrbahn, verließen wir die Carretera Austral wieder um über den Paso Futaleufú nach Argentinien einzureisen.

Insgesamt ist die Carretera Austral über 1.300 Kilometer lang. Mehr als 20 Jahre wurde an dieser Straße gebaut deren Ausbau bis heute noch nicht abgeschlossen ist.

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Weite Teile sind nach wie vor nicht asphaltiert und teilweise sehr schmal. Ein Mammutprojekt, das dem Süden Chiles einen enorm großen Vorteil bringt, war doch dieser Bereich nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar. Nun ist die Versorgung der anliegenden Ortschaften doch deutlich einfacher. Ich vergaß: Der Bau der Carretera Austral begann im Jahr 1976. Wenn man nun die lange Bauzeit betrachtet … Manche Orte haben erst seit wenigen Jahren Internet …

 

 

 

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Ein kleiner Zwischenstopp am Salto Rio Baker