Gran Paradiso – auch wir waren oben

Die Wettervorhersagen waren nach dem doch etwas mäßigen Sommer erfreulicherweise sehr vielversprechend und so trafen wir uns alle am 20.08.11 um 5:00 Uhr in Haag zur gemeinsamen Abfahrt nach Pont. Wirklich alle? Nein, zwei sollten ja unterwegs aufgesammelt werden. Trotzdem fehlte noch einer. Wo war er nur? Ein kurzes Telefonat, dann das Ergebnis: Verschlafen! Ist nicht schlimm, wir sind schließlich nicht nachtragend  –  C. nochmals vielen Dank für den Rotwein!

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von gefühlten 30 Grad stiegen wir nach unserer Ankunft in Pont die 800 Höhenmeter auf dem bestens präparierten Weg zum Rifugio Vittorio Emanuele II auf, auf dem wir übernachteten.

Nach einem spärlichen Frühstück begannen wir am nächsten Tag gegen 4:30 Uhr mit unserem Aufstieg auf Italiens höchsten Berg. Zunächst ging es, noch in der Dunkelheit, längere Zeit weglos über verblocktes Gelände bis zum Beginn des Gletscherausläufers. Hier hieß es Steigeisen anziehen, anseilen und schon konnte es weiter gehen.

Über den Gran-Paradiso-Gletscher stiegen wir in einem weiten Bogen hinauf bis kurz unter den Gipfel. Die letzten Meter zum Gipfel führen über einen Blockgrat mit überraschend luftiger Kletterei. Aber zunächst blieb uns das Gipfelglück noch verwehrt. Für uns hieß es erstmal: Hinten anstehen! Der Gipfel war schlichtweg überfüllt.

Bereits nach wenigen Minuten konnten wir einsteigen und bald darauf standen wir bei der Madonna auf dem Gipfel des Gran Paradiso, der mit 4.061 m der höchste Berg Italiens ist. Ein interessanter Gipfelaufbau – wie mit Bauklötzen aufgeschichtet!

Auf dem gleichen Weg ging es zurück zum Rifugio, auf dem wir uns erst mal ein paar Stunden Ruhe gönnten. Möglichkeiten hierfür gab es genug. Ein kleines Nachmittagsschläfchen auf Stube, ein Sonnenbad am kleinen See direkt bei der Hütte oder ein Spaziergang zu einem der Wasserfälle in der Umgebung.

Vor dem Abendessen übten wir in Vorbereitung auf die bevorstehende Gletschertour auf den Mont Blanc noch die Spaltenbergung (Lose Rolle bzw. Selbstrettung mittels Prusik in Raupentechnik).

Nach dem Frühstück stiegen wir wieder ab und machten uns auf den Weg nach Chamonix. Da wir wussten, dass das Frühstück in diesem Bereich der Alpen regelmäßig spärlich ausfällt gingen wir noch kurz einkaufen um unsere Vorräte aufzustocken. Sogar für einen Cappuccino in einem Cafè hatten wir noch Zeit. Mit der Fahrt durch den Mont-Blanc-Tunnel verließen wir Italien.
Damit endete unsere Tour auf den Gran Paradiso, die gleichzeitig als Vorbereitungs- und Akklimatisationstour für die direkt im Anschluss geplante Besteigung des Mont Blanc diente.

Unser nächstes Ziel ist schon seit Tagen in Sicht. Mont Blanc wir kommen!

Zugspitze

Zugspitze – Special Summit

Die Zugspitze mit 2.962 m ist als höchster Berg Deutschlands Teil unseres Alpin-Projekts „Special Summits“, in dem wir die jeweils höchsten Berge der sieben Alpenländer besteigen wollen.

Um 4:00 Uhr starten wir in Haag. Die Anfahrt zur unserem Ausgangsort Hammersbach auf 760 m dauert ca. 2 Stunden. Unter der Leitung eines erfahrenen Bergführers steigen wir in etwa 9 Std. die 2.200 Höhenmeter auf den Gipfel der Zugspitze. Der Weg führt uns zunächst durch die Höllentalklamm  in ca. 2 Stunden zur Höllentalangerhütte auf 1.387 m. Hier legen wir eine kurze Rast ein. Weiter geht es über den ersten kleineren Klettersteig mit dem „Brett“ und der „Leiter“. Es folgt ein längerer Marsch bis zum Höllentalferner, den wir je nach den aktuellen Gegebenheiten mit Steigeisen eventuell auch angeseilt überqueren. Nach dem Überwinden der Gletscherrandspalte (Bergschrund od. Randkluft)  steigen wir in den zweiten Klettersteig ein. Dieser erstreckt sich über etwa 400 Höhenmeter bis zum Gipfel der Zugspitze. Während der Talfahrt mit der Seil- oder Zahnradbahn genießen wir noch einmal die wunderschöne Aussicht über Garmisch-Partenkirchen, den Eibsee und die umliegenden Berge.
Eine abwechslungsreiche Tour, die ein sicheres Begehen von weglosem Gelände, gute Kondition und Bergerfahrung erfordert.

Kursziele/-inhalte:
* Besteigung Gipfel Zugspitze * Begehen von Wegen, Steigen, Gletschern und mittelschwerem Klettersteig * Orientieren im Gebirge * Knoten und Bunde * Anlegen Brust-/Sitzgurt * Umgang mit Steigeisen * Anwendung Klettersteigset

Termin: 02.09.2012

Gran Paradiso

Gran Paradiso – Special Summit

Der Gran Paradiso ist als höchster Berg Italiens Teil unseres Alpin-Projekts „Special Summits“, in dem wir die jeweils höchsten Berge der sieben Alpenländer besteigen wollen.

Wir treffen uns in Haag und fahren um 05:00 Uhr in Fahrgemeinschaften bis nach Pont auf 1.960 m. Nach etwa 8 Stunden Fahrzeit, unterbrochen von einer kleinen Pause mit Kaffee und Kuchen, erreichen wir unseren Ausgangspunkt. Sehen können wir den Gran Paradiso noch nicht. Zwischen Mt. Blanc im Norden und Dauphine im Süden, liegt der höchste Gipfel von Italien verborgen hinter den ihn umgebenden Bergen.

Von Pont gehen wir auf einem breiten Steig taleinwärts. Bald steigen wir nach einem in Wasserfällen herabkommenden Bach links am Talhang in Kehren durch den Wald und später über Wiesen auf. Unser Tagesziel, das Rifugio Vittorio Emanuelle II auf 2.735 m erreichen wir bereits nach 2,5 Stunden Gehzeit.

Am nächsten Tag brechen wir früh auf und steigen in nördlicher Richtung über Blockgelände zu den Moränen unterhalb des Gletschers.
Bis zum Gipfelgrat führt uns ein Gletscherweg, der bis 35 Grad steil ist. Die letzten Meter auf die Gipfeltürmchen verlangen luftige Blockkletterei im I. – II. Schwierigkeitsgrat. Auf dem Aufstiegsweg geht es nach einer aussichtsreichen Gipfelrast zurück zur Hütte, auf der wir nochmals übernachten. Am 29.08. steigen wir ab nach Pont. Von hier geht es gleich weiter nach Les Houches, dem Ausgangspunkt für die direkt im Anschluss geplante Tour auf den Mont Blanc bzw. zurück nach Hause.

Kursziele/-inhalte:
* Besteigung Gipfel Gran Paradiso über den Normalweg * Begehen von Wegen und Steigen * Orientieren im Gebirge * Knoten und Bunde * Anlegen Sitzgurt * Umgang mit Steigeisen und Eispickel * Anseilen zum Begehen von Gletschern * Möglichkeiten der Selbst- und Kameradenrettung aus Gletscherspalten

Termin: 27. – 29.08.2012

Mont Blanc

Mont Blanc – Special Summit

Der Mont Blanc ist als höchster Berg Frankreichs Teil unseres Alpin-Projekts „Special Summits“, in dem wir die jeweils höchsten Berge der sieben Alpenländer besteigen wollen.

1. Tag:  Mit der Seilbahn fahren wir von Les Houches zur Tramway du Mont-Blanc auf. Hier steigen wir in die Zahnradbahn um, die uns bis nach Nid d’Aigle (wörtlich übersetzt: Adlernest) auf 2.372 m bringt. Von der Bergstation der Bahn aus steigen wir zur Refuge de la Tête Rousse auf. Zur Förderung unserer Akklimatisation werden wir bereits hier übernachten.

Den 2. Tag können wir ruhig angehen lassen, da wir an diesem Tag gerade einmal 650 Höhenmeter zu bewältigen haben. Wir steigen bis zur Refuge du Goûter, der höchstgelegenen bewirtschafteten Hütte zur Besteigung des Mont Blanc, auf. Hier verbringen wir eine weitere Nacht. Die späten Nachmittagsstunden können wir zur Vorbereitung für den nächsten Tag nutzen. Wir haben Zeit um, dem Ausbildungsstand der Teilnehmer angepasst, die Spaltenbergung u. ä. zu üben.

Am 3. Tag steigen wir in etwa 5 Std. auf dem Normalweg über den Dôme du Goûter und den Bossesgrat zum Gipfel des Mont Blanc (4.810 m) auf. Für den Abstieg wählen wir den anspruchsvolleren Weg über den Gletscher und einer etwa 50 Meter hohen Abseilstelle zur Cosmiques-Hütte (3.630 m) auf der wir übernachten.

Nach einem gemütlichen Frühstück steigen wir am 4. und letzten Tag unserer Tour über einen beeindruckenden schmalen Grat zur Bergstation Aiguille du Midi auf. Hier haben wir bei gutem Wetter eine fantastische Aussicht auf die Gletscher des Mont Blanc Massives, auf unsere Route des Vortages und den höchsten Berg Frankreichs. Mit der Seilbahn fahren wir zurück ins Tal.

Voraussetzung:
Sicheres Begehen von weglosem Gelände, auch mit Steigeisen; absolute Trittsicherheit; sehr gute Kondition und Bergerfahrung

Kursziele/-inhalte:
* Besteigung Gipfel Mont Blanc über den Normalweg * Begehen von Wegen und Steigen * Orientieren im Gebirge * Knoten und Bunde * Anlegen Sitzgurt * Umgang mit Steigeisen und Eispickel * Anseilen zum Begehen von Gletschern * Möglichkeiten der Selbst- und Kameradenrettung aus Gletscherspalten

Termin: 29.08. – 01.09.2012

Grauspitz ohne Gipfelkreuz

Wir sind vom höchsten Berg Lichtensteins der Grauspitz zurück.

Am Freitag trafen wir uns um 07:00 Uhr in Haag. Nach ca. 3,5 Std. Fahrt  über München – Bodensee erreichten wir den Ausgangspunkt, Malbun 1.700 m in Liechtenstein. Das Wetter war durchwachsen aber trocken. Wir entschlossen uns den Weg über das Sareiserjoch 2.000 m – Spitx 2.186 m – Augstenberg 2.359 m zur Pfälzer Hütte auf 2.111 m zu nehmen. Entlang des Weges waren unzählige Murmeltiere zu sehen, die uns sehr nahe kommen ließen. Margit erklärte uns die vielen Alpenblumen und Kräuter, die den Weg säumten. Wunderbare Blumenwiesen säumten unseren Weg. Nach 3 Std. waren wir auf der Hütte.

Eine kleine Kaffepause, dann ging ich den Weg für den Gipfeltag erkunden.

Trotz einiger kleinerer Schlafstörungen konnten wir uns gut erholen.

Am Samstag hieß es früh raus. Wecken um 05:30 Uhr. Kurz das etwas spärliche Frühstück genießen, dann ging´s bei bestem Sommerwetter los. Zuerst ein Abstieg von ca. 150 Höhenmeter hinunter ins Naaftal, dann weglos eine Querung in Richtung Schwarzhorn. Weiter über Blockgelände, Schotter zur Ijesfürgli auf 2.348 m, dann über den Grat zum Schwarzhorn auf 2.574 m. Hier hieß es Klettergurt und Helm anlegen sowie Anseilen. Vom Schwarzhorn mussten wir den Südwestgrat ab- und den Grat zur Grauspitz wieder raufklettern. Nach 4 Std. waren Maria, Matthias und ich am Gipfel der Grauspitz 2.599 m. Ein Gipfelkreuz gibt´s hier leider nicht!

Auf der Aufstiegsroute ging es in 2 Std. zurück zur Hütte. Noch kurz was trinken und dann der Abstieg in 1,5 Std. nach Malbun. Insgesamt haben wir 2.000 Höhenmeter und 21 km abgespult.

Um ca. 20:15 Uhr waren wir vier wieder in Haag. Fazit: Ein durchaus lohnender Berg, den wir nächstes Jahr wieder in unser Programm aufnehmen werden.

Grauspitz

Grauspitz – Special Summit

Die Grauspitz ist als höchster Berg des Fürstentums Lichtenstein ist Teil unseres Alpin-Projekts „Special Summits“, in dem wir die jeweils höchsten Berge der sieben Alpenländer besteigen wollen.

Wir treffen uns um 7:00 Uhr in Haag und fahren in Fahrgemeinschaften über München, den Bodensee nach Malbun in Lichtenstein. Nach Ankunft erfolgt der Aufstieg, am Anfang steil, dann auf schönen Almwegen zur Pfälzer Hütte auf 2108 m. Für die 600 Höhenmeter benötigen wir ca. 2 Std. Unsere Hütte ist sehr schön gelegen mit Blick über die 3 Länder Schweiz, Österreich und Lichtenstein.
Am 2. Tag starten wir früh in Richtung Grauspitz. Auf Steigen und teilweise weglosem Gelände geht es  bis zum Gipfel. Nach einer kurzen Pause steigen wir nach Malbun ab und fahren zurück nach Haag. Am Gipfeltag sind 1.500 Höhenmeter im Auf- und 2000 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen.

Kursziele/-inhalte:
* Besteigung Grauspitze über den Normalweg (Fels I) * Begehen von Wegen und Steigen * Orientieren im Gebirge * Knoten und Bunde * Anlegen Brust-/Sitzgurt * Gehen am „kurzen Seil“

Termin: 07. – 08.06.2012

Großglockner

Großglockner – Special Summit

Der Großglockner ist als höchster Berg Österreichs Teil unseres Alpin-Projekts „Special Summits“, in dem wir die jeweils höchsten Berge der sieben Alpenländer besteigen wollen.

Wir treffen uns zur gemeinsamen Abfahrt um 07.00 Uhr  in Haag. Die Anreise erfolgt über Pass Thurn, Felbertauern und Kals zum Lucknerhaus auf 1.920 m. Von dort steigen wir auf guten Wegen in ca. 3 Std. die 900 Höhenmeter bis zur Stüdlhütte auf 2.803 m  auf.  Am Nachmittag üben wir noch mal die lose Rolle und das Gehen am kurzen Seil.

Nach einem frühen Frühstück nehmen wir die 1.000 Höhenmeter zum Gipfel in Angriff. Unser Weg führt uns zunächst über einen Bergsteig zum Ködnitzkees, dann über den flachen Gletscher hinüber in Richtung Adlersruh. Über einen Felsriegel, der mit Drahtseilen gesichert ist, geht es weiter zur Erzherzog Johann Hütte auf der Adlersruh auf 3.454 m. Dort deponieren wir bis zum Abstieg die Schlafausrüstung und steigen mit leichtem Rucksack weiter über das Firnfeld Glocknerleitl auf den Felsgrat des Kleinglockner. Über die Glocknerscharte erreichen´wir  den Gipfel.

Alternativ besteht für versierte Bergsteiger, die den IV. Grat sicher beherrschen, die Möglichkeit unter Führung eines erfahrenen Berg- führers  über den Stüdlgrat (III+) auf den Gipfel aufzusteigen.

Dort treffen wir die anderen Teilnehmer und steigen nach einer kleinen Pause  über die Adlersruh und den Mürztaler Steig zum Lucknerhaus ab. Von dort fahren wir gemeinsam zurück nach Haag.

Kursziele/-inhalte:
* Besteigung Großglockner über den Normalweg (Fels I; Eis bis 30°) * Begehen von Wegen und Steigen * Orientieren im Gebirge * Knoten und Bunde * Anlegen Sitzgurt * Umgang mit Steigeisen und Eispickel * Anseilen zum Begehen von Gletschern * Möglichkeiten der Selbst- und Kameradenrettung aus Gletscherspalten * Gehen am „kurzen Seil“

Termin: 08. – 09.07.2012

Triglav Tour 2011

Am Sonntag gegen 13:30 kam die Bergsteigergruppe unter Führung von Christian Hogger wohlbehalten zurück.

Von den 7 Teilnehmern haben 6 den Gipfel über den Pragweg erreicht.

Das Resümee der Gruppe war, dass der Weg durchaus anspruchsvoller war als er in den Führern dargestellt wird.

Die geforderte Kondition und Trittsicherheit wird vom Berg eingefordert.

Triglav

Triglav – Special Summit

Der Triglav ist als höchster Berg Sloweniens Teil unseres Alpin-Projekts, in dem wir die jeweils höchsten Berge der sieben Alpenländer besteigen wollen.

Der Triglav ist eine große Gipfeltour auf viel begangenen Steigen. Nach der Anfahrt nach Slowenien, Mojstrana ins Vratatal erreichen wir den Ausgangs- punkt Aljazev Dom auf 1015 m. Dort werden wir 2 Nächte übernachten. Den Nachmittag nutzen wir um die nötigen Vorbereitungen für den nächsten Tag zu treffen. Am frühen Morgen starten wir die Gipfeltour über den spektakulären Nordanstieg, den Pragweg. Hierfür benötigen wir ca. 7 Std. Ausdauer und Trittsicherheit sind unerlässlich. Es werden längere leichtere Klettersteig- passagen begangen. Der Abstieg erfolgt über den Bambergweg in ca. 4 Std. Insgesamt sind ca. 1800 hm zu überwinden.

Kursziele/-inhalte:

* Begehen von Wegen, Steigen und leichten Klettersteigen * Orientieren im Gebirge * Knoten und Bunde * Anlegen Brust-/Sitzgurt

Termin: 13. -15.07.2012