Allein im Wald – Survival für Kids

Was verbindest Du mit dem Begriff Survival? Diese Frage stellten wir während der Vorbereitung auf diesen Artikel mehrfach im Freundeskreis.

Die Antworten gingen zumeist in dieselbe Richtung: „Abenteuerurlaub in der Natur. Schräge Typen, die sich von dem ernähren was im Wald und auf der Wiese zu finden ist“ usw. Doch was bedeutet „Survival“ nun genau? Diese Frage ist nicht gerade einfach zu beantworten, zumal der Begriff sehr weit gefasst ist. Das englische Wort ist von dem Verb „to survive“ (dt.: „überleben“) abgeleitet. Die wörtliche Übersetzung „Überleben“ ist jedoch in ihrer Bedeutung nicht so weit gefasst wie das englische „Survival“. Der Begriff umfasst gem. Wikipedia in einer allgemeinen Beschreibung Fertigkeiten und Fähigkeiten, die ein Überleben in lebensbedrohlichen Situationen ermöglichen sollen. Anwendung finden dabei verschiedenste Techniken und Hilfsmittel aus aller Welt um die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wasser und Schutz zu gewährleisten. Das Spektrum reicht von der Mitnahme einiger Notfall-Schokoriegel bis hin zum Überleben in unterschiedlichsten Krisensituationen.

Die Autorin Colleen Politano vermittelt in ihrem Handbuch „Allein im Wald -Survival für Kinder“ Basiswissen, das den Kindern eine sinnvolle Hilfestellung für einen mehrstündigen unfreiwilligen Aufenthalt im Outback (englisch (the) outback, = draußen ganz hinten, weit außerhalb) bietet. Vorrangiges Ziel ist der Schutz vor Unterkühlung sowie die Vermeidung von Fehlentscheidungen. In anschaulichen Übungen und Erzählungen über den kleinen Tobias, der sich im Wald verirrt hat, vermittelt die Autorin Verhaltensregeln und Grundwissen mit dem Ziel die Gesundheit der Kinder zu schützen und ein Wiederauffinden der Kinder zu erleichtern. Der Verzicht auf den Verzehr unbekannter Früchte zählt hier ebenso dazu, wie der Erhalt der Körperwärme und die Wahl eines geeigneten Platzes um auf Rettung zu warten.

Das mit Unterstützung des Ratgebers erworbene Erfahrungswissen schützt die Kinder nicht nur vor folgenreichen Fehlern, sondern ermöglicht auch ein produktives Handeln in bedrohlichen Situationen. Diese Sicherheit im eigenen Handeln ist alleine aus psychologischer Sicht sehr wertvoll, da diese aufkommender Panik entgegenwirkt und damit wiederum Fehlentscheidungen verhindert. Fazit: Wer Kinder auf eine Situation des unfreiwilligen allein Seins (nicht nur) im Wald vorbereiten möchte, wird hier einen guten und hilfreichen Ratgeber finden.

Wer jedoch einen Leitfaden für Abenteurer al la Rüdiger Nehberg sucht wird enttäuscht sein.

Angeln mit selbstgebauter Behelfsangel – Kochen am Lagerfeuer

Das Handbuch enthält weder Anleitungen zur Nahrungsgewinnung, Techniken des Feuer Machens noch sonstige erlebnisorientierte Ausbildungsinhalte. Ziel dieses Büchleins ist es den Kindern Basiswissen an die Hand zu geben, das es ihnen ermöglicht mit einfachsten Mitteln bis zu ihrem Wiederauffinden zu Recht zu kommen.

Unterwegs mit Karte und Kompass

Für das freizeitorientierte Suvivalabenteuer empfehlen sich Survival-Kurse für Kinder wie auch wir sie durchführen. In diesen Kursen verbinden wir die Vermittlung von Überlebenstechniken anhand praktischer Übungen mit Spiel, Spaß und Abenteuer.

Überwinden von Hindernissen

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Survival für Kinder – Sommer 2011

Wir stellen uns vor, dass unser Ferienflugzeug auf einer einsamen Insel notlanden musste. Jetzt müssen wir überleben bis Hilfe kommt.

Alles was man noch brauchen kann nehmen wir natürlich mit. Messer, Essen, Zündhölzer, Planen usw. Wir schnitzen uns einen Wanderstock, lernen hilfreiche Knoten, suchen essbare Pflanzen, Beeren und Kräuter.
Mit Hilfe von Karte und Kompass machen wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz, einem schön gelegenen Teich.

Am Teich angekommen bauen wir uns eine Behelfsangel und versuchen einen Fisch zu fangen. Wir überwinden einen Bach, bauen einen Lagerplatz für die Nacht mit Feuerstelle. Dort bereiten wir uns ein leckeres Essen aus Fisch, Fleisch, Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln zu.

Auf unserem weiteren Weg überwinden wir einen einfachen Seilsteg, Seilen über eine Steilwand ab und fahren mit dem Flying Fox über die Schlucht, paddeln mit dem Schlauchboot über einen kleinen See, begehen einen doppelten Seilsteg und klettern wir noch an einem mobilen Kletterturm.

Mit der Siegerehrung des Gruppenwettbewerbs endet unser Survivalabenteuer. Viel zu früh naht die Rettung. Wir werden von den Eltern abgeholt.

Orientieren mit dem Kompass * Überwinden von Hindernissen (Abseilen, Seilsteg, Seilbahn, Baum) * Knotenkunde * Schlauchbootfahren * Bau einer Schutzhütte * Klettern * Feuer machen * Bau einer Behelfsangel * Fische fangen, ausnehmen und zubereiten * kleine Pflanzenkunde * Steinschleuder- und Bogenschießen * Nahrungszubereitung * Trinkwasseraufbereitung * Erste Hilfe * Tippi

Das diesjährige Kindersurvival war ein voller Erfolg. 19 Kinder waren dabei – für alle ein großer Spaß!