Sonne, Felsen und die Seen

Die Sonne scheint. Wir nutzen die Gunst der Stunde und verlegen ins nächstgelegene Klettergebiet. Auf Höhe des südlichen Endes der Insel Rab fahren wir ein paar Kilometer eine kleine Bergstraße hinauf bis zum Ausgangspunkt.

Von hier aus erreichen wir zu Fuß die verschiedenen Sektoren. Das erste mal seit Monaten klettern und noch dazu am Fels. Einfach nur schön. Wie sehr haben wir das vermisst.

Nach zwei Klettertagen sind unsere kletterentwöhnten Hände vom rauhen Fels so empfindlich geworden, dass wir ihnen erstmal eine Pause gönnen wollen und so fahren wird zurück über Senj zum Pass Vratnik. Hier auf 698 m blicken wir nochmals zurück ans Meer,

bevor es am nächsten Tag weiter durchs verschneite Velebit zu den Plitwitzer Seen geht.

Auch hier an den Plitwitzer Seen ist es ausgesprochen ruhig. Wir teilen den berühmten Nationalpark mit nur wenigen Menschen und genießen die schöne Natur in aller Ruhe.

Zurück an die Küste geht´s auf neuer Route wieder durchs Velebit. Oberhalb von Karlobag übernachten wir sehr ruhig gelegen am Friedhof eines kleinen Bergdorfes.

Regen, Bora und die Polizei

Unsere ersten Tage in Kroatien sind von Regen und Wind begleitet. Daher entscheiden wir uns dafür uns gemütlich Richtung Süden zu bewegen. Wir übernachten auf dem Parkplatz vor einem mangels Touristen geschlossenen Campingplatz, irgendwo im Gelände auf einer Gaspipeline und wo wir sonst einen Platz finden. In den Regenpausen gehen wir am Meer spazieren und besichtigen interessante Orte auf dem Weg.

Nach einem kurzen Halt und einer feinen Fischplatte am Limski-Fjord steuern wir Rovinj an, das im Reiseführer als eines der Juwele der istrischen Küste bezeichnet wird. Zu Recht, wie wir finden. Wir parken etwas außerhalb der Altstadt und starten zu Fuß unsere Erkundungstour durch die hübschen, aber leeren Gassen.

Bei unserem kleinen Kulturtrip darf das Amphitheater in Pula nicht fehlen. Mit 133 m Länge, 105 m Breite und 32 m Maimalhöhe gilt es als das sechstgrößte römische Amphitheater der Welt, das darüber hinaus zu den besterhaltenen Bauten dieser Art zählt. Einfach beeindruckend.

Die folgende Nacht und der darauf folgende Tag waren geprägt von stürmischen Böen die uns Bora bescherte. Südlich von Senj, auf unserer Fahrt entlang der Küstenstraße wurden wir von der Polizei angehalten. Wir dürfen hier mit unserem Fahrzeug nicht fahren, heißt es. Mit großen Fahrzeugen ist das bei Wind verboten. Okay – again what learnt. Nachdem wir unsere Strafe dafür bezahlt hatten mussten wir mit der Weiterfahrt warten bis Bora abgeklungen war. Glücklicherweise hatte ein kleiner Campingplatz direkt an der Straße geöffnet.

Einen Tag später war der ganze Spuk vorbei und wir konnten unsere Reise in den Süden fortsetzen.

streiche: 2020 / setze: 2021

streiche: Kanada + Alaska
setze: Europa

Den Traum von unserer zweiten großen Auszeit, verbunden mit einer ausgiebigen Reise durch die Weiten Kanadas und Alaskas, mussten wir vergangenes Jahr am 15. März jäh begraben. Wir standen bereits am Hafen von Zeebrügge, unser Schneckenhaus war zur Verschiffung vorbereitet, dann kamen die Grenzschließungen … und so entschieden wir uns schweren Herzens zum Abbruch der Reise. Nach etwa 2.000 km und leckeren Pommes in Belgien waren wir zwei Tage später wieder zu Hause.

Jetzt ein Jahr später sind die Bedingungen für eine Reise nicht viel besser. Kanada ist für Touristen nach wie vor geschlossen und so entschieden wir uns für eine Tour durch Europa.
Welche Länder wir bereisen? Wie lange wir unterwegs sein werden? Das ist abhängig von den jeweils aktuellen Gegebenheiten in den einzelnen Ländern. Es wird mal wieder spannend und abenteuerlich. Aber das ist ja genau das was uns gefällt.

Mit einem aktuellen negativen Testergebnis in der Tasche fahren wir auf relativ leeren Straßen in einem Rutsch durch Österreich und Slowenien nach Kroatien wo wir uns ohne Quarantäneauflagen frei bewegen können.

Hier im Süden wollen wir unsere Auszeit beginnen.