Vulcán Puyehue

Wir haben ein neues Ziel entdeckt: den Nationalpark Puyehue in Chile. Genauer gesagt den gleichnamigen Vulkan im Park. Damit steht uns wieder einmal ein Grenzübertritt mit all den erforderlichen Grenzformalitäten und Kontrollen bevor. Die vor uns liegende Grenze am Paso Cardenal Antonio Samoré ist bekannt für strenge Kontrollen und ist zudem stark frequentiert. Dies führt oft zu langen Wartezeiten.

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Frühmorgens an der Grenze

Von einem einheimischen Wohnmobilfahrer bekommen wir den Tipp uns abends direkt nach Grenzschluss (die Grenze ist von 19:00 – 8:00 Uhr geschlossen!) mit in die Warteschlange vor der Grenze einzureihen, so dass wir am Morgen bei Grenzöffnung vorne mit dabei sind. Eine 1a-Idee!

So kommen wir am frühen Vormittag im Nationalpark an. Wir dürfen uns auf das Gelände der Nationalparkverwaltung CONAF neben einen kleinen Wasserfall stellen und haben somit einen wunderbaren, vom Parkranger bewachten, Stützpunkt für unsere Unternehmungen.

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Mit unserem Parkranger am Eingang der Nationalparkverwaltung

Von unserem Parkranger erfahren wir auch wo wir uns für unseren geplanten Aufstieg zum Vulkankrater registrieren können. Da wir am nächsten Morgen sehr zeitig los wollen, gehen wir erst einmal auf Erkundungstour. Bei der obligatorischen Registrierung an der Receptión im Restaurant am Beginn der Aufstiegsroute erfahren wir, dass wir uns etwa vier Kilometer und 150 Höhenmeter Fußmarsch sparen können, wenn wir mit unserer KTM bis zur „pampa“, der letzten Weidefläche vor dem eigentlichen Zustieg, fahren.

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Von einem Viehgatter zum nächsten

Und so fahren wir früh morgens mit Bergausrüstung und zwei Rucksäcken bepackt zunächst über Viehweiden, dann auf einem ausgewaschenen und teilweise sehr steilen Feldweg bis zum Ende einer höhergelegenen Wiese. Eine echte Herausforderung. Zu zweit auf einem Motorrad – in diesem Gelände … sauber gefahren Helmut … Respekt!

Uns stehen etwa 1.700 Höhenmeter Aufstieg bevor. Die ersten 800 Höhenmeter steigen wir auf gut markiertem Weg im schattigen Wald auf bis dieser kurz vor dem Refugio El Caulle in ein kurzes Wiesenstück über geht.

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Unser Tagesziel

Die südamerikanischen Refugios (Schutzhütten) sind regelmäßig nicht bewirtschaftet und bieten äußerst wenig Komfort.

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Refugio El Caulle

Dank unserer Karte wissen wir, dass die eingezeichneten Bachläufe nicht ganzjährig wasserführend sind und haben genügend zum Trinken dabei.

Die verbleibenden 900 Höhenmeter führen nun über teilweise lockeres Lavagestein, in Gipfelnähe in zunehmend steilerem Gelände unserem Ziel entgegen. Dann sind wir am Gipfel. Ein komplett erhaltener Krater mit einem Durchmesser von fast zwei Kilometern liegt vor uns.

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Am Kraterrand

Darüber hinaus können wir bis in weite Ferne die Auswirkung der letzten Ausbrüche (zuletzt im Juni 2011) erkennen. Gigantische Flächen sind mit Asche bedeckt, abgestorbene Bäume … eine Schneise der Verwüstung einerseits … eine beeindruckende Szenerie andererseits.

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Wir lassen unsere Blicke schweifen

2011 beeinträchtigte die Asche sogar den Flugverkehr in Australien und Neuseeland und kam nach einer zweiwöchigen Erdumrundung wieder nach Chile. Ein beeindruckender Vulkan! Toll, dass wir dort oben stehen konnten.

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich beim Conrad Stein Verlag. Dank der Travel und Trekking Map Puyehue (die übrigens wasser- und reißfest ist) wussten wir überhaupt erst, dass dieser Vulkan erschlossen ist. Unser Reiseführer informiert zwar über den Nationalpark im Allgemeinen, nicht jedoch über die Wandermöglichkeiten. Ein großer Teil der Berge hier ist in keiner Weise erschlossen, so dass der Zugang oft weitestgehend ausgeschlossen ist. Zudem ist es nicht einfach geeignetes Kartenmaterial zu finden. In den Parks erhält man meist nur skizzierte Karten.

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„Abfahrt“ im Lavaschotterfeld

Ein Gedanke zu „Vulcán Puyehue

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