Marokko – Jebel Toubkal und die Sahara

Marokko! Ein Land der vielen Möglichkeiten und Gegensätze. Die alten Königsstädte – der hohe Atlas mit dem höchsten Berg Nordafrikas, Skigebieten sowie der Möglichkeit zum Eisklettern im Winter – Sanddünen in der Sahara – die Sahara mit ihren fruchtbaren Oasen – trockene karge Wüstenflächen soweit das Auge reicht – große bunte orientalische Souks zum Shoppen – einfache Souks des täglichen Bedarfs abseits der großen Städte und der Touristenrouten – top ausgebaute Straßen – Pistenstraßen durch kaum besiedelte Wüstengegenden … das und noch vieles mehr ist Marokko.

Marokko

Marokko´s Sanddünen

Unsere diesjährige Bergreise führte uns nach Marokko und war zugleich ein Test für unsere große Reise nach Südamerika. Auch hier gehen wir mit unserem Expeditionsmobil auf Reise und freuen uns zusammen mit unseren Gästen, die für einige Zeit nachkommen, gemeinsam durch ferne Länder zu reisen.

Mit der Fähre ab Genua kamen wir im neuen Hafen Tanger Med in Marokko an. Von dort ging es zunächst auf der wunderschönen, neu gebauten Küstenstraße nach Osten bis kurz vor die algerische Grenze und von hier weiter in Richtung Süden. In diesen Tagen erlebten wir ein Marokko zwischen Tradition und Moderne.

Insbesondere in den touristisch nicht ausgebauten Gebieten waren Campingplätze rar, aber auch nicht nötig. Wir konnten quasi überall stehen bleiben und übernachten.

Gastfreundschaft pur

Es gibt keine Verbotsschilder und niemanden der sich gestört fühlt. Ganz im Gegenteil. Wir wurden überall freundlich empfangen und einmal sogar ins Privathaus eines marokkanischen Ehepaars zum Essen eingeladen. Einfach so … wir übernachteten gerade in der Nähe ihres Hauses.

Weiter ging es nach ErgChebbi in die Dünen um so wohl uns, als auch unseren Fuhrpark auf Wüstentauglichkeit testen. Wir nutzten die Gelegenheit ausgiebig … so ein Spaß!!! Festgefahren hatten wir uns auch … aber mit Schaufel und den Sandblechen kamen wir schnell wieder frei. Etwas Luft aus den Reifen gelassen drehten wir noch ein paar Runden in den Dünen bevor uns die Hitze des Tages vertrieb.

Mit unserem Fuhrpark in den Dünen

Mit unserem Fuhrpark in den Dünen

Auf dem Weg durch die Wüste entlang der geschlossenen algerischen Grenze nach Zagora entdeckten wir in einem Dünenfeld zwei junge Marokkaner, die sich mit ihrem vollbeladenen Traktorgespann festgefahren hatten. Hier kam unser MAN samt unserer Bergegurte und Sandbleche zum Einsatz. Bald hatten wir sie aus ihrer Misere befreit.

Festgefahren in den Dünen

Festgefahren in den Dünen

Gerne hätten wir die Einladung zum Abendessen angenommen, aber wir mussten weiter – unsere Gruppe in Marrakech abholen.
Unser erstes gemeinsames Ziel war Imlil, ein kleines Bergdorf im Hohen Atlas. Ausgangspunkt unseres dreitätigen Trekkings und der Besteigung des Jebel Toubkal. Das Trekking führte uns durch drei Täler im Halbkreis um Imlil. Übernachtet haben wir in einfachen Gite d`Etape in von Marokkanern geführten Gästehäusern in den kleinen Bergdörfern auf unserem Weg. Dank unseres einheimischen Bergführers lernten wir vieles über Land und Leute. Verpflegt wurden wir durch zwei weitere Begleiter, die zugleich die Mulis mit unserem Gepäck führten.

gut verpflegt während des Trekkings

Gut verpflegt während des Trekkings

Zurück in Imlil gönnten wir uns einen ruhigen Nachmittag bei einem kleinen Bummel durch den Ort. Am nächsten morgen starteten wir zeitig unseren Aufstieg zum Refuge du Toubkal les Mouflons, eine der Übernachtungs- möglichkeiten am Toubkal. Bei bestem Wetter führte uns der Weg zunächst nach Sidi Chamharouch, einem Heiligtum der Marokkaner und von dort weiter auf dem gut ausgebauten Wanderweg zum Refuge. Dem guten Geschäftssinn der Marokkaner verdanken wir zahlreiche Pausenmöglichkeiten mit gekühlten Getränken.

Ein marokkanischer Kiosk auf dem Weg zum Refuge du Toubkal

Ein marokkanischer Kiosk auf dem Weg zum Refuge du Toubkal

Am frühen Morgen des nächsten Tages begannen wir noch in der Dunkelheit unseren Aufstieg zum Gipfel. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Tage wussten wir, dass es hier in den Bergen am späteren Nachmittag bzw. am Abend regelmäßig regnet. Die Wolken ziehen jedoch oft schon viel früher auf und dann steht man am Gipfel in Wolken. Das wollten wir vermeiden. Unser Plan ging auf. Bei bestem Wetter erreichten wir nach etwa drei Stunden Aufstieg den Gipfel des Jebel Toubkal mit seinen 4.167 m. Einfach schön! Für eine Kameradin aus unserer Bergsteigergruppe war dies zugleich ihr erster 4.000er. Nochmals unseren herzlichen Glückwunsch M.!

Jebel Toubkal - 4167 m

Jebel Toubkal – 4167 m

Nach einer letzten Nacht in Imlil machten wir uns auf den Weg nach Zagora, einer großen Dattelpalmenoase am Fluss Draa. Wir fuhren durch das fruchtbare Qurika-Tal über den Pass Tizi-n-Tichka und besichtigten unterwegs noch Ksar Aït-Ben-Haddou, eine von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannte alte befestigte Stadt (Ksar) etwa 30 km von der Stadt Quarzazate entfernt, mit seinen teils sehr engen steilen Gassen.

Ksar Aït-Ben-Haddou

Ksar Aït Ben Haddou

Nach einer Nacht im Hotel Kasbah Sirocco in Zagora fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück zunächst noch auf befestigten Straßen nach M’hamid und von dort auf der Pistenstraße in das zweite Sanddünenfeld von Marokko – Erg Chegaga. Die Piste führte uns durch eine mehrfach wechselnde Wüstenlandschaft bis wir schließlich die bis zu 100 m hohen Sanddünden des Erg Chegaga erreichten. Hier in den Dünen verbrachten wir den Abend und die Nacht unter einem traumhaft schönen Sternenhimmel.

Bei den Beduinen in den Dünen von Erg Chebbi

Eine Nacht bei den Beduinen in den Dünen von Erg Chegaga

Eine Übernachtung in einer Oase, die Fahrt durch die Wüste, Spaziergänge in den Sanddünen, traditionelles Essen, eine Übernachtung bei den Beduinen, das alles hatten wir inzwischen erlebt es fehlte nur noch ein Ausritt mit den Kamelen. Diesen starteten wir am frühen Morgen noch vor Sonnenaufgang. Damit endete unser Kurztripp in die Wüste und auch unsere Marokkoreise näherte sich dem Ende.

In den Souks von Marakkech

In den Souks von Marrakech

Während wir uns auf den Weg zur Fähre machten konnten unsere Gäste vor dem Abflug noch den Zauber von Marrakech genießen. Ein schönes kleines Hotel mitten in der Altstadt, eine Stadtführung, eine ShoppingTour durch die Souks, die bunten Farben, die orientalische Atmosphäre und das leckere Essen, all das galt es zu genießen bevor es wieder zurück in den Alltag ging.

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