Vf. Moldoveanu – Der höchste Berg Rumäniens

Rumänien – eine Reise kreuz und quer durch die Karpaten. Dieses Jahr ging mein langgehegter Wunsch dieses Fleckchen Erde zu bereisen in Erfüllung. Natur pur, kaum Tourismus, ursprüngliche Landschaft, eine Gastfreundschaft wie ich sie noch nirgendwo erfahren durfte, mehr Pferdefuhrwerke als Traktoren, sich treiben lassen, sein Nachtlager aufschlagen wo man gerade möchte, Essen aus der Region … nur ein paar Schlagworte um meine Eindrücke zu beschreiben.

Essen, was das Land bietet

Essen, was das Land bietet

Viel geplant hatten wir im Vorfeld nicht. Fest stand nur die grobe Reiserichtung, Klettertouren in den Karpaten sollten dabei sein und natürlich die Besteigung des Vf. Moldovenanu, der höchste Berg des Landes. Diesen zu besteigen war sozusagen „Pflicht“, schließlich versuchen wir seit längerer Zeit jeweils den höchsten Berg der Länder zu besteigen die wir bereisen. Der Vf. Moldovenanu liegt im Făgăraș-Gebirge, auch die „Alpen Transilvianiens“ genannt. Hier in den Südkarpaten sind die Berge wie in ganz Rumänien kaum erschlossen.

Dem Bachlauf folgend

Dem Bachlauf folgend

Unser Weg führte uns zunächst von Victoria in südlicher Richtung immer den Bachlauf folgend bzw. ab und zu auch kreuzend unserem Ziel entgegen. Die Wälder sind fast unberührt, voller Moos, Todholz, Laub- und Nadelhölzer, Wasser und Fels. Im hinteren Bereich des Tales kamen wir an einem bewohnten Unterschlupf eines Hirten vorbei den wir uns neugierig wie wir sind näher anschauten.

Hirtenunterkunft

Hirtenunterkunft

Von dort aus ging es bald steil ansteigend hinauf auf den Grat. Diesem galt es zunächst ein Stück zu folgen bis der Abzweig zum Gipfel vor uns lag. Die letzten paar Meter zum Gipfel führen über etwas drahtseilgesicherten Fels bis zum Gipfelkreuz auf 2.544 Meter über dem Meer. Neben einigen anderen Bergsteigern trafen wir hier auf einen „Gipfelhund“, einen der zahlreichen herrenlosen Hunde in Rumänien.

Vf Moldoveanu

Vf Moldoveanu

Nach kurzer Rast machten wir uns, weiter den Grat folgend, auf den Weg zur einzigen bewirtschafteten Hütte am Berg. Die „Cabana Podragu“, ist eine einfache Schutzhütte, die in etwa dem Standard der Hütten in den Alpen vor mehr als 50 Jahren entspricht. Im Schlaflager stehen Metallstockbetten mit einem Metallgitter als Lattenrost. Als Matratzen dienen hier zwei alte Decken. Mit zwei weiteren Decken kann man sich zudecken. Zum Essen saßen wir mit warmer Jacke und Mütze im unbeheizten Gastraum und löffelten unseren Eintopf aus der Blechschüssel.
Aber nach den etwa 21 km und über 1.900 Hm die wir an diesem Tag zurück gelegt hatten waren unsere Ansprüche eh nicht mehr so hoch, zumal man trotz der Einfachheit der Hütte von der deutsch sprechenden Hüttenwirtin recht gut versorgt wird.

Cabana Podragu im

Cabana Podragu

Nach einer etwas ungemütlichen Nacht in der auch diverse Tiere (klein, kurzes Fell, grau, vierbeinig) gesichtet wurden, machten wir uns nach einem kleinen Frühstück auf den Weg zur Passhöhe an der Transfăgăraș Hochstraße, die wir nach einem etwa 10 km langen Fußmarsch erreichten. Von dort ging´s mit dem Fahrrad, das wir einige Tage zuvor bei der rumänischen Bergrettung deponiert hatten stetig bergab zurück zum Campingplatz.

Damit endete unsere Überschreitung des Vf. Moldovenanu, nicht aber unsere Reise durch dieses wunderschöne ursprüngliche Land.

Unser Übernachtungsplatz irgendwo in Rumänien

Einer unserer Übernachtungsplätze irgendwo in Rumänien

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