Das Training beginnt

13. Dezember:
So kann es nicht weiter gehen. Wir haben bereits Mitte Dezember und wir waren noch auf keiner einzigen Skitour in diesem Winter. Heute nun sind wir auf der Suche nach einem Skigebiet mit genügend Schnee. Gar nicht so einfach. Die Schneelage ist immer noch schlecht. Nach einiger Recherche stehen das Ziel und unser Entschluss fest. Morgen ziehen wir los.

14. Dezember:
Endlich Dienstschluss. Nur noch schnell das Auto beladen und schon sind wir auf dem Weg zum Spitzingsee.
Neben uns der Schliersee – von Schnee keine Spur. Es geht die Spitzingseestraße hoch – viel zu wenig Schnee um auf Tour zu gehen. Spitzingsattel – wir tauchen in eine andere Welt ein. Innerhalb weniger Höhenmeter hat sich die Schneelage deutlich verbessert. Parkplatz Taubensteinlift – von einem anderen Tourengeher erfahren wir, dass die Bedingungen gar nicht mal so schlecht sind. Jetzt hält uns nichts mehr. Nach einem kurzen LVS-Check geht´s los. Schnell gewöhnen wir uns wieder an das Gehen auf Tourenskiern. Kurz hinter dem Parkplatz schwingt sich der Berg zu einer steilen Rampe auf. Schnell wird uns warm. Langsam wird es dunkel. Es beginnt zu schneien. Zügig steigen wir im Licht unserer Stirnlampen weiter in Richtung Taubenstein auf.

Im dichten Schneetreiben erreichen wir unser heutiges Tourenziel den Tanzfleck. Schnell die Felle abziehen und verpacken, Schuhe und Bindung schließen und schon beginnt die abenteuerliche Abfahrt. Wir versuchen uns so Belag schonend wie möglich zwischen Grasbüscheln, Steinen und sonstigen Hindernissen hindurch zurück ins Tal zu manövrieren. Bei Regen kommen wir am Parkplatz an. Die erste Trainingstour ist geschafft. 600 Höhenmeter. Nicht gerade viel. Wir überlegen ein weiteres Mal aufzusteigen. Wie? Nochmal aufsteigen? Ist das wirklich nötig? Es ist schließlich die erste Tour in der Saison. Man muss doch nicht gleich übertreiben, oder? Auf der anderen Seite. Wenn wir schon mal die Gelegenheit zum Trainieren haben, sollten wir diese doch auch nutzen. Wir beratschlagen uns.
Letztendlich geht es doch nur um die eine Frage: „Schaffen wir es den inneren Schweinehund überwinden und jetzt bei Dunkelheit, Wind und Regen noch mal von vorne anzufangen?“
Ja, wir schaffen es! Nieder mit dem Schweinehund! Nicht jammern, Felle aufziehen und los geht´s. Wenigstens noch ein paar Hundert Höhenmeter.

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