„Wandläufer“ am Lago Maggiore

Freitagmorgen. Es ist soweit. Wir starten in ein verlängertes Wochenende zum Seilschaftsklettern am Lago Maggiore. Ein für uns neues Kletterrevier wartet auf uns. Über München und Lindau, am Bodensee und an Lichtenstein vorbei geht es in die italienische Schweiz ins Maggiatal im Kanton Tessin.

Bei Traumwetter stiegen wir in eingespielten Teams in die ersten Routen ein, lernten den angenehm griffigen Fels kennen und gewöhnten uns wieder an das Klettern im Plattengelände. In diesem Gelände mit überwiegend sehr klein- griffigem Fels ist solides Reibungsklettern gefragt. Eine gute Fußtechnik verbunden mit einer idealen Verlagerung des Körperschwerpunktes ist hier unerlässlich. Es kostet immer wieder Überwindung, ohne festen Halt mit den Händen weiter die Wand hoch zu steigen. Aber im Laufe der Zeit gewöhnten wir uns alle daran.

Wie gut unsere Kletterschuhe tatsächlich halten, konnten wir bei unserem selbstkreierten Wettbewerb „Wandläufer“ erleben. Ziel dieses Spiels war es ohne Wandberührung mit den Händen so weit wie möglich die Wand hoch zu gehen. Was für ein Spaß! Alle waren hochmotiviert, schließlich sollte der beste Wandläufer mit einem Aperol Sprizz belohnt werden. Nochmals Glückwunsch an die Siegerin!

Auch beim Vorstiegsklettern konnten wir uns innerhalb der Seilschaften zum Teil deutlich steigern. Bei einer Kletterpartnerin ist der sprichwörtliche Knoten geplatzt. Souverän stieg sie Seillänge um Seillänge vor. Respekt!!! Dies ging sogar soweit, dass ihr Kletterpartner, der bisher meist den Vorstieg (also das wahre Klettern) übernehmen durfte, weniger vorsteigen konnte als sie. Hoffentlich führt dies nicht dazu, dass sich unsere routinierten Vorsteiger künftig im Nachstieg langweilen und sich nach und nach neue Kletterpartner suchen.

Viel zu schnell ging der gemeinsame Kurzurlaub am warmen Fels zu Ende. Wunderbare Tage, an denen wir ausschlafen, das Gefühl der Freiheit beim Klettern erleben, wieder neue Kraft für den Alltag tanken und laue Abende bei gutem Essen und dem einen oder anderen Aperol Sprizz genießen konnten, liegen hinter uns.

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