Piz Palü + Piz Bernina 2011 – oder doch lieber die Marmolada?

Der Piz Palü mit 3.901 m und der Piz Bernina mit 4.049 m der einzige 4000er der Ostalpen stehen auf dem Programm.

Pünktlich um 07:00 Uhr starten die 6 Bergsteiger in Haag. Weiter geht die Fahrt über Rosenheim (dort steigen die Bergführer Markus Beck und Michael Höglauer zu), Innsbruck, Landeck  bis Pontresina in der Schweiz und von dort bis zum Parkplatz der Diavolezza Talstation auf 2.093 m.

Der Aufstieg zur Diavolezza auf 2.973 m dauert etwa 3 Std. Vor dem Abendessen noch mal die lose Rolle und das gehen am kurzen Seil zur Vorbereitung den Piz Palü und Piz Bernina üben und schon kann´s am Freitag losgehen.

Über den Gletscher Vadret Pers von Ost nach West zum Piz Palü, die traumhafte Aussicht genießen und weiter über die Bellavistaterrassen hinüber zur Marco e Rosa Hütte auf 3.597 m. Abends ein 3-Gänge Menü und Rotwein.

Am Samstag in gerade mal 2 Std. über den Spallagrat zur Piz Bernina. Etwa 5 Std. Abstieg über die Bellavistaterrassen und den Fortezzagrat zur Diavolezza. Eine zweite Nacht auf der Diavolezza. Am Sonntag ein ausgiebiges Frühstück am reichhaltigen Buffet, der Abstieg zum Parkplatz und die Fahrt zurück nach Haag.

So der Plan!

Die Realität sah etwas anders aus. Bereits beim Aufstieg auf die Diavolezza regnete es. Entgegen der Vorhersagen des Innsbrucker Wetterdienstes, der das Bergwetter für Touren und Expeditionen auf alle Berge dieser Welt liefert, war das Wetter schlicht und ergreifend schlecht. Wie sollte es weiter gehen? Wird das Wetter vielleicht doch noch besser? Was wenn nicht? War ein Gipfelerfolg bei diesem Wetter überhaupt möglich? Nach einer demokratischen Abstimmung stand der Entschluss fest. Umplanen war angesagt! Am Freitag Vormittag stieg die Gruppe wieder zur Diavolezza Talstation ab.

Ein Blick ins Internet eine kurze Diskussion, dann …

Die Entscheidung war gefallen. Es sollte nach Südtirol gehen. Das neue Ziel: Die Marmolada. Übernachtet wurde in einer Pension in Canazei.

Am Samstag früh begann der Einstieg in die Tour. Zunächst ging es durch Felsgelände im I. – II. Schwierigkeitsgrad und dann über den Gletscher zum Gipfel der Marmolada auf 3.342 m.

Eine fordernde und durchaus anspruchsvolle Ersatztour, halt leider kein 4000er! Aber die beiden Seilschaften nahmen dies gelassen. Sie hatten das Beste aus der Situation gemacht.

Letztendlich war das Wochenende dank der Flexibilität aller ein voller Erfolg.

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